Daten zum Konzert

Blumen

Datum: 22. November 2012

Einlass: 20 Uhr (aber auch schon früher)

Start: ca. 21 Uhr
Ende: ca. 23:10 Uhr

Location: Blumen in Darmstadt

Headliner: Nick & June

Support-Act: Sofia Stark

 

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Das Konzert

Sofia StarkNeblig, frostig und irgendwie gespenstisch. Genau so sah es in Darmstadt aus.“Das Blumen“ in Darmstadt lud zu einem kostenlosen „Wohnzimmer-Konzert“ ein. Was so viel hieß, dass man in einem Raum war, der nicht größer, als ein Wohnzimmer ist.

Eine wirklich gemütliche Atmosphäre (abgesehen von den nicht vorhandenen Heizkörpern, die durch Heißstrahler ersetzt wurden, damit der Boden nicht zufriert). Stühle und Sofa luden ein, Platz zu nehmen. Nach und nach füllte sich das „Wohnzimmer“ und aufgrund von Platzmangel, wichen die Leute bereits auf die Treppe aus. Gegen 21 Uhr wurde angekündigt, was uns erwarten würde.

Sofia Stark, mit kaum wahrnehmbarer Erkältung, eröffnete den Abend. Mit eigenen deutschsprachigen Songs im Gepäck, bewies sie am Klavier, welches Talent in ihr schlummert. Man merkte ihr bereits einige Bühnenerfahrung an, wodurch sie das Publikum sehr gut animiert bekommt. Die Stimmung war sehr gechillt. Die Menschen in der Menge hörten geduldig zu, bis zum letzten Ton, ehe es Applaus hagelte.

Nick & JuneEin langer Applaus sollte am Ende des Sets verlauten lassen, dass das Publikum eine Zugabe möchte. Die Sängerin aus Mannheim kam dieser Bitte nach. Am Ende blieb ein Gefühl zurück, dass man kaum beschreiben kann (was auch bei Nick & June zu erleben war).

Wenige Minuten später, folgte der Auftritt von Nick & June. Und wer bis dato nicht wusste, was die ganzen Instrumente auf der Bühne darstellen sollte, wurde bereits mit den ersten Songs überrascht. Das Duo aus Nürnberg beherrschte nicht nur Gitarre und Glockenspiel, darüber hinaus noch Ukulele, Schellenring, Banjo … kurz gesagt: mehr, als ein „normaler“ Mensch alleine spielen könnte.

Wie Josi, mit der ich dort war, so schön gesagt hat: „Bei denen merkt man noch, dass sie die Musik wirklich leben“. Und das Gefühl hatte man wirklich. Da waren an dem Abend drei Musiker, die etwa 30-40 Leuten etwas boten, was selbst Bands in großen Arenen nicht mehr schaffen: Das Gefühl, Teil der Musik zu sein, die sie leben.

Nick & June sind als Duo seit etwa Anfang des Jahres unterwegs. Die englischsprachigen Songs jedes für sich einmalig. Ein kleines Lagerfeuer, im Sommer an einem See – so in etwa könnte man es beschreiben. Es war gemütlich und weiterzuempfehlen.

Es war auch schön, dass man mit ihnen anschließend noch quatschen konnte. Und jeder seine Fotos bekam.

Mein Fazit

Nick & June

Zwei Ausnahmekünstler die für die Musik leben. Wobei man June noch die etwas schüchterne und zurückhaltende Haltung bemerkte. Nick hingegen schon etwas lockerer wirkte. Als sie spielten, musste ich oft aufpassen, nicht einzuschlafen – nicht, weil es langweilig war. Ganz im Gegenteil, man konnte sich der Musik hingeben und genießen.

Auch das Cover eines 20er Jahre Songs passte zu der Gesamtstimmung. Was ich besonders genial fand, war diese Kombination von den verschiedenen Musikinstrumenten. Allein Nick hat oft genug drei Instrumente gleichzeitig gespielt.

Ich hoffe, dass jeder, der die Chance dazu hat, die Gelegenheit nutzt, und die beiden besuchen geht.

Sofia Stark

Sofia Stark und ich (2007)

Etwa 5 1/2 Jahre ist es jetzt her, als ich Sofia Stark das erste Mal live gesehen habe. Damals in Berlin bei VIVA Live. Ich erinnere mich gerne an die Szene zurück, als sie auf meinen Rucksack „Heffa rockt“ geschrieben hatte, oder als ich einen 80m Fanbrief übergeben habe. Damals war sie etwa 17 gewesen (und ich gerade 18 geworden).

Als ich sie am Donnerstag Abend live gesehen habe, war es wie ein Wiedersehen einer alten Freundin. Ich freute mich Tage zuvor, sie wieder live spielen zu hören. Und es hat sich gelohnt!

Wie lange habe ich gezögert, in den Raum zu gehen; Josi war schon am zweifeln, weil ich mich, wie ein pubertäres Kleinkind benommen habe. Vielleicht lag es daran, dass zwischen unserem letzten „Treffen“ vier Jahre liegen. Seit dem hat sich viel verändert.

Zuvor habe ich ihre Songs auf Youtube und ihrer Facebook-Seite verfolgt und angehört. Ich war gespannt, wie sie live sein würden. Und ich wurde nicht enttäuscht. Wie bereits erwähnt, merkte man ihr Bühnenerfahrung an und trotzdem wirkte es natürlich.

Ich fand auch die spontane Erkenntnis der Zugabe sympathisch. Okay, vielleicht bin ich an der Stelle auch subjektiv (ich musste nämlich tatsächlich grad lachen, als mir das Bild wieder in Erinnerung kam); es war wirklich toll :)

Es gab auch CDs zu kaufen, die von ihr handverpackt waren (Weihnachtspapier) – ich habe drei Stück gekauft, wobei ich zwei davon bald verlosen werde (also Obacht!). Der Plausch mit ihr, über alte Zeiten und dem aktuellen Leben nahm mir die „Aufregung“ vom Anfang.

Danke, es war schön dich wiedergesehen zu haben :) Wer die Chance hat, sollte Frau Stark besuchen und sie live erleben. Damit ihr mir zustimmen könnt ;)