Die Buchmesse

Das war sie nun, die Leipziger Buchmesse 2013. Was ein Erlebnis! Okay, so fing mein Bericht zur Frankfurter Buchmesse auch an. Aber im Gegensatz dazu habe ich mir überlegt einen Vergleich zu ziehen, da es meine erste Buchmesse in Leipzig war – und ich in Frankfurt schon zweimal war, könnte das sogar was werden. Fangen wir mal an.

Leipziger Buchmesse 2013

  1. Internet: 1/2 von 5 Empfangsbalken
  2. 1-Etagen-Hallen
  3. enge Gänge, aufgrund des wenigen Platz
  4. Straßenbahnen, S-Bahn/Regio mit Halt am Haupteingang
  5. Manga/Comic Abteilung mit Anime-Kino und vielen Manga-Ständen (ca 1/2 Halle)
  6. Messepreise (3 € für 0,5 l stilles Wasser)
  7. jeder Tag für die Öffentlichkeit zugänglich
  8. Presse-/Messekarte inkl. Ticket für öffentlichen Verkehrsmittel
  9. die Stände der großen Verlage, aufgrund des Platzmangels, teilweise ziemlich klein
  10. kein Ehrenland oder besonderes Thema; alternativ: „Leipzig liest“ als Autorenevent mit Lesungen in Leipzig und Halle/S.
  11. Buchverkauf an jedem Tag dank mithilfe der „Messebuchhandlung“ (sogar mit EC Karte!)

Frankfurter Buchmesse 2012

  1. Internet: 4 von 5 Empfangsbalken
  2. 3-Etagen-Hallen
  3. breitere Gänge, aufgrund der besseren Platzaufteilung
  4. S-Bahnen, Straßenbahnen, U-Bahnen, mit Halt an/in der Nähe von mehreren Eingängen
  5. Manga/Comic Abteilung hat einen Gang, daher alles sehr eng und gedrückt (vor allem für die Cosplayer)
  6. Messepreise (2,50 € für 0,5 l stilles Wasser)
  7. Aufteilung in Fach- und Privatbesucher-Tage
  8. Messekarte inkl. Ticket für öffentlichen Verkehrsmittel; Pressekarte ohne
  9. größere Stände der großen Verlage, wie z. b. Fischer
  10. Ehrenland im jährlichen Wechsel
  11. Buchverkauf nur bei Signierstunden und generell Sonntag

14. März 2013 – Die Ankunft

Nach einer etwas holprigen Ankunft in Leipzig, wurde ich von Krissi, meiner ehemaligen Mitbewohnerin aus dem Wohnheim, empfangen. Bei ihr habe ich die Messetage verbracht – es war echt schön! Danke!

Am Tag der Ankunft fuhren wir auch probehalber zur Messe, wo ich meinen Presseausweis direkt akkredieren ließ und wir schauten uns die Pressehalle entspannt an.

Aber für die Messe war es mir noch zu früh, also schauten wir uns ein bisschen die Innenstadt an und aßen lecker selbstgemachte Pizza am Abend. Der nächste Tage wartete schon.

15. März 2013 – Tag 1

„Vor dem Chaos“

PressehalleDie Straßenbahnfahrt war angenehm – bis am Hauptbahnhof die Massen in die Bahn strömten. Gut, dass ich vorher einen Sitzplatz hatte. Einen Platz, der nach „Forever Alone“ schrie. Zum Glück hatte ich mich auf der Messe mit meiner Lieblingsindie-Autorin Jennifer Jäger getroffen. Na, ja, so war es geplant. Nach dem ich eine dreiviertel Stunde bei der Gaderobe am Haupteingang angestanden habe, dachte ich mir: „Mensch, du hast einen Presseausweis, nutz ihn!“ Und bin aus der Messe raus und zurück zu Halle 1 und die Gaderobe dort war wesentlich leerer.

Maggie-Stiefvater-AutogrammIrgendwann haben wir es dann auch geschafft und sind durch die Hallen geirrt, haben die Verlage gesucht, nach Lesungen und Signierstunden Ausschau gehalten. Und irgendwie, ich weiß nicht mehr, wie das kam, standen wir vor dem Loewe/script5 Stand und haben gesehen, dass Maggie Stiefvater signieren sollte, in 20 Minuten.

Da nur 5 Leute vor uns waren, dachten wir, warum nicht anstehen, ein Autogramm wollte ich von ihr sowieso haben. Leider besaß ich noch kein Buch von ihr – aber wenige Minuten später, hatte ich es an dem tollen Messestandverkäufern erstanden. Ich weiß noch, dass ich am Tag zuvor dachte, Maggie Stiefvater hat so ein tolles Promofoto, von der brauchst du ein Autogramm.

Unglaublich, dass ich bereits von dem Pressefoto angetan war. Hätte ich da gewusst, wie sehr ich mich während der Messe in sie verlieben würde, wäre einiges sicherlich anders gelaufen. Zum Glück war es Freitag und die Autorin hatte auch ausreichend Zeit uns ein süßes Pferd ins Buch zu signieren.

Ansonsten waren wir nach dem Tag so geschafft, dass wir am Nachmittag auf Bierbänke zu anderen e-Book Autorinnen gesellten, u. a. Emily Bold und Marah Woolf. Am Abend, als ich wieder in der Wohnung von Krissi war, entschieden wir uns abends noch mit einer Freundin von ihr in eine Kneipe zu gehen und Cocktails zu trinken (zu Nicht-Messe-Preisen). Der erste Tag der Messe war überwältigend.

 

16. März 2013 – Tag 2

„Hitze, Chaos und Bewegungsunfreiheit“

Einlass-der-MassenDieser Tag war unglaublich. Nicht nur anstrengend sondern auch erlebnisreich. Ich traf mich mit Sani und Yuna und gemeinsam streiften wir durch die Hallen und eilten von einer Lesung zur nächsten. Getroffen haben wir uns, wie sollte es anders sein, bei Maggie Stiefvater – ihre Lesung war soooo süß. Und als sie dann auf Deutsch eine Textzeile vorlas, das war so niedlich. Ich kam aus dem Grinsen nicht mehr raus. Anschließend signierte sie wieder, ich reihte mich zu Sani und Yuna in die Schlange. Eigentlich hatte ich nicht mal vor, etwas signieren zu lassen. Plötzlich stand ich aber vor Maggie und da mich die Übersetzerin noch von gestern kannte, hatte ich ein Autogramm für mich in der Hand.

Unser nächstes Ziel war dann der Fischer-Stand, weil hier „Mister Sexy“ (wie Sani sicherlich sagen würde) Arno Strobel signieren sollte – allerdings erst in einer Stunde. Wir waren aber so fertig vom rumirren und durch die Gänge wuseln (wir haben natürlich auf dem Weg die Stände angesehen und Leseproben mitgenommen). An einem Tisch chillten wir, aßen und machten Spaß. Na, ja und nahmen Bücher mit, die regelmäßig auf dem Thresen ausgelegt wurden.

Internationale-MesseDie Massen an dem Samstag waren einfach unglaublich. Teilweise wurden um die Mittagszeit sogar die Hallenübergänge gesperrt, weil kein Durchkommen mehr war. Und ganz ehrlich, die Glashalle möchte ich nicht im Sommer betreten, wenn mir jetzt bei -5 Grad schon die Sachen am Körper klebten.

Später trennten Sani, Yuna und ich uns – Sani ging zu einem Treffen und Yuna und ich zu Cordula Stratmann, was ein Fehler war, da es total überfüllt war und zeitgleich das Bloggertreffen stattfand, an dem ich dezent gefehlt habe, weil ich nicht wusste, dass es zu der Zeit stattfand.

Gegen 17 Uhr begaben wir uns auf der Suche von Jennie, die seit Ewigkeiten für ein Autogramm anstand. Später gesellte sich auch Shou zu uns, sowie Elli, die das Bloggertreffen organisiert hatte. Es war ein schöner Ausklang des Messetages und es war toll, all die lieben Menschen getroffen zu haben.

Sani, Yuna und ich verbrachten noch einige Zeit danach gemeinsam und aßen asiatisch, ehe wir uns alle verabschieden mussten. Schade, dass wir uns wohl erst wieder zur Frankfurter Buchmesse treffen werden.

Krissi, eine Freundin und ich schauten noch zusammen Schlag den Raab. Mein letzter Abend in Leipzig. Schade, dass es schon wieder vorbei war.

 

17. März 2013 – Tag 3

„Aller Guten Dinge sind Maggie“

Spontan hatte sich dann ergeben, dass ich Sonntag nochmal auf die Messe gehen würde. Das hieß allerdings auch, dass ich meinen Koffer direkt mitnehmen musste und bei der Gaderobe abgab. Wehmütig verabschiedete ich mich zuvor von Krissi – es war echt toll, ich vermisse unsere WG-Zeit.

Zusammen mit Jennie eilten wir zur Signierstunde von Sebastian Fitzek, der nach den stressigen Messetagen sogar noch Zeit hatte, beim Signieren zu plaudern und Fotos zu machen. Als wir uns danach zur Gaderobe begaben, um Jennies Sachen abzugeben, schrieb ich nebenbei mit Becci, mit der ich dann einen Treff beim Loewe/script5 Stand ausgemacht habe – und wem wundert’s, natürlich weil Maggie Stiefvater signieren sollte. Maggie-Stiefvater-und-HeffaAllerdings waren Becci und Kersi und Shanty bei der Lesung von ihr.

Jennie und ich stellten uns also eine Stunde an den Stand an, und ersparten uns das lange Antstehen, in der Schlange (na, den Widerspruch gemerkt?). Und dann kam sie, unser Maggie. Und so süß. Es überraschte mich fast nicht, dass sie mich wiedererkannt haben, weil ich quasi ständig da war. Da sich das Warten lohnen sollte, machten wir alle noch Fotos mit Maggie (Foto rechts). Ich habe es sicherlich noch nicht oft genug gesagt, aber Maggie Stiefvater ist soooo süß. Wenn es nicht total strange klingen würde, würde ich ein Schild machen wo drauf stünde „I want a child with you“.

Während des Anstehens trafen wir noch Brösel (siehe Foto links) und Melanie. Danach eilten Jennie und ich wieder durch die Messe, von Stand zu Stand und trafen uns mit ihrer Fahrerin und Autorin Emily Bold beim Leserplausch in Halle 2. ICEAnschließend gingen wir zur Fantasy Insel, wo u. a. Kai Meyer signierte. Dort traf ich auch Melanie wieder, sowie Kersi, Jan, Shanty, Becci und Anne.

Hier musste ich mich auch schweren Herzens von meiner Lieblingsjennie verabschieden. Das war schon fast Gewohnheit, dass wir zusammen durch die Gänge gingen, dass ich es gar nicht realisieren konnte, dass es mit der Verabschiedung dann wirklich auch mit der Messe vorbei war.

Mit der andern Truppe (Becci, Shanty, Anne, Jan, Kersi) verließ ich dann wenige Minuten später ebenfalls die Messe und gemeinsam, nachdem wir Kersi verabschiedet hatten, saßen und aßen wir im Pizza Hut.

Und dann war sie da, meine Heimreise, die um 17:11 Uhr begann. Zum Glück mit Direktverbindung nach Wiesbaden. MitbringselSo konnte ich im Zug wenigstens eine Stunde schlafen, in der restlichen habe ich gelesen – oder mich angewidert von meinem Sitznachbarn weggedreht, denn dem sein Mundgeruch und Selbstgespräche und komischen Annäherungsversuche waren schon fast eine Belästigung.

Am Ende bleibt mir der Bericht, den ihr gerade lest und die gewonnenen Eindrücke und Erlebnisse. Sowie Menschen, die mein Leben wieder um ein wenig Freude und Glückseeligkeit erweitert haben.

Und alle, deren Namen ich vergessen habe, sorry – mein Gedächtnis in Sachen Namen und Gesichter ist eine Katastrophe. Aber es war schön euch alle kennenlernen zu dürfen und vielleicht sieht man den ein oder anderen auf der Frankfurter Buchmesse 2013.

Ich würde mich freuen, bis dahin: Frohes Lesen.