Buch von:
Deborah Ellis
Price:
7,99 EUR

Reviewed by:
Rating:
4
On 5. Juni 2013
Last modified:5. Juli 2016

Summary:

Ein interessanter Jugendthriller, mit einer sehr wichtigen Botschaft. Während des Lesens lernt man sogar einiges über sich selbst und man muss feststellen, was sogar in einem selbst schlummert. Die Geschichte hat nicht besonders viele Gruselstellen, ist allerdings ein Thriller auf eine andere Art und Weise. Man lässt sich in den Bann ziehen und auf falsche Fährten locken … Gut für ein etwas anderes "Zwischendurch".

Ein interessanter Jugendthriller, mit einer sehr wichtigen Botschaft. Während des Lesens lernt man sogar einiges über sich selbst und man muss feststellen, was sogar in einem selbst schlummert. Die Geschichte hat nicht besonders viele Gruselstellen, ist allerdings ein Thriller auf eine andere Art und Weise. Man lässt sich in den Bann ziehen und auf falsche Fährten locken … Gut für ein etwas anderes „Zwischendurch“.

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Zur Geschichte

Es sollte ein unbeschwerter Sommer werden für Jess und ihre beste Freundin Casey. Doch die aufmüpfige kleine Stephanie macht den beiden Feriencamp-Betreuerinnen das Leben schwer. Wem rutscht da kein Scherz über Mordgelüste raus?

Als das Mädchen eines Nachts verschwindet und Tage später tot aufgefunden wird, gerät ausgerechnet Casey unter Mordverdacht. Jess ist gelähmt vor Schock: Kann sie ihre Freundin bei der Polizei entlasten oder stimmt es etwa, was im ganzen Ort gemunkelt wird, dass Casey doch schon immer etwas sonderbar war?

(Quelle: randomhouse.de)

 

Mein Fazit

Thema und Aufbau

Man schlägt die Seite auf, sitzt in einem Lokal das „Roach House“ heißt und wird von der vermeindlich berühmten Kellnerin in ihr Leben entführt. Man kann sich nicht wehren, denn sie beginnt einfach zu erzählen, was im Sommer passiert ist und wie sie die Geschehnisse nach und teilweise auch während des Camp-Aufenthalts im Sommer, wo die 8-jährige Stephanie ermordet wurde.

Jessica erzählt eigentlich aus der Sicht nach dem ihre beste Freundin, Casey White des Mordes angeklagt wurde. Zwischendurch liest man aber sowas wie Tagebuch-Einträge während des Sommercamps. Man soll sich selbst ein Bild verschaffen. Aber nicht darüber, wer den Mord begangen hat, sondern, was der Mordverdacht ihrer besten Freundin Jess zumutet.

Charaktere

Jessica Jude Harris ist eine High School Schülerin im letzten Jahr. Ihre beste Freundin, Case White, wurde wegen Mordverdachts festgenommen. Jessica fühlt sich von ihrer Freundin verlassen. Ihre Eltern sind ihr auch keine Hilfe. Um ihrer Angst vor der Einsamkeit zu entfliehen beginnt sie nachts durch die Stadt zu radeln. Sie ist eine sehr gute Langstrecken- und Crossläuferin. Sie will später Sport studieren und Sportlehrerin werden, weil sie gerne läuft.

Casey White wurde am letzten Tag des Sommercamps festgenommen. Sie ist eine außergewöhnliche Schülerin, die seit Kindheitstagen nur eines im Kopf hat: Insekten. Ihre ganze Welt und Sichtweise besteht nur aus dem „Krabbelvieh“, weswegen sich Jess oft vernachlässigt fühlt. Casey ist in ihrer Verrücktheit eine sehr treue Seele.

Schreibstil und Erzählperspektive

Das gesamte Buch wird aus der Sicht von Jessica geschrieben. Er wechselt ab und an zu der Zeit während des Camps, damit man einen Eindruck darüber bekommt, wer eventuell der wahre Mörder der 8-jährigen ist. Größtenteils ist die Erzählweise jedoch aus der Zeit nachdem Casey bereits in U-Haft sitzt. Zwei oder drei Mal ist man wieder zurück im „Roach House“, wie Jessica ein bisschen die Fahrt rausnimmt und Spannung aufbaut.

Endfazit

Mir hat der ungewöhnlich plumpe und plötzliche Einstieg in die Geschichte seltsamerweise ziemlich gut gefallen. Man wurde sofort reingeworfen und „musste“ sich notgedrungen die Geschichte von Jess anhören. Auch die Entwicklung der Geschichte fand ich sehr interessant und ist aus psychologischer Sicht sicherlich ebenfalls sehr interessant

Anders als andere Thriller ist das Hauptziel der Geschichte, zumindest gewinnt man während des Lesens diesen Eindruck, nicht, dass man herausfinden soll, wer der Mörder ist. Sondern, ob man sich vielleicht sogar selbst zum Mörder machen würde. Und das ganze, ohne es wirklich zu wollen. Man wird in die Geschichte gezogen und in eine seltsame Ecke getrieben, wo man selbst an sich selbst zu zweifeln beginnt.

Es war vielleicht kein überragend fesselnder Jugendthriller, aber es war einer, der etwas zu sagen hatte. Und die Nachricht kam an, sodass ich mir am Ende sogar fast eine Träne verkneifen musste.

Was mich allerdings dann doch gestört hat, war dieses lange Hinzögern, was jetzt nun rauskommt und welche Rolle Jessica wirklich in dem Mordprozess spielt. Die Spannung wurde selbst auf den letzten 30 Seiten sehr gut gehalten, aber die Auflösung ging mir dann doch etwas zu schnell. Andersrum war das vielleicht auch die Intension der Autorin, dass es nicht wichtig ist, wer oder was der Mörder ist, sondern das, was wir daraus lernen.

Und das macht die Geschichte widerum einzigartig. Es ist ein Jugendthriller, der nicht in großer Gruselstimmung endet, sonder auf eine besondere Art und Weise fesselt, die einem zu viel über die eigenen dunklen Seiten aufzeigt und DAS ist das wirklich gruselige an der ganzen Geschichte.

Buchdaten

Titel: Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken
Originaltitel: True Blue
Autor: Deborah Ellis
Buchtyp: Taschenbuch
Genre: Jugendbuch, Thriller
Reihe? Nein
Seiten: 275
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum: 11.03.2013
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-40175-0
Preis (UVP): 7,99 Eur[D]