Daten zum Konzert

elif-tourposterDatum: 19. Januar 2014

Einlass: 19:30 Uhr

Start: ca. 20:30 Uhr
Ende: ca. 22:40 Uhr

Location: Stadtgarten in Köln

Headliner: Elif

Support-Act: Tom Klose

 

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Das Konzert

19:30 Uhr. Einlass. Doch die Pforten zum „Konzertsaal“ blieben verschlossen. Konzert kurzfristig doch nicht? Doch dann ging die Tür auf. Die Massen strömten in den ausverkauften „Stadtgarten“.

tom-kloseEtwa 20:30 Uhr stolperte fast verschüchtert der Support Tom Klose mit der Gitarre unter dem Arm auf die Bühne. Im Gepäck hatte er einige eigene englischsprachige Songs. Josi, meine Begleitung für das Konzert, hatte gerade den ersten Ton gehört und meinte direkt: »Ich liebe seine Musik jetzt schon!« Guter Instinkt, denn der junge Mann begeisterte nicht nur mit seiner facettenreichen Stimme das Publikum, sondern auch mit Humor.

Besonderes Highlight seines Auftritts war vor allem das Ende, als er mit seinem Effektboard so lange Geräusche aufnahm, dass man letztlich das Gefühl hatte, mitten im Wald zu stehen und neben einem floß ein Bächlein.

Nach seiner Verabschiedung ca um 21:10 Uhr, folgten kleine Umbaumaßnahmen. Oder Abdeckmaßnahmen. Die Bühne wurde fertig gemacht für den Hauptact des Abends: Elif und Band. Die Bühne ähnelte einem Wohnzimmer, was das ganze noch persönlicher und bodenständiger wirken ließ.

leere-BühneGegen 21:20 Uhr betraten die Bandmitglieder die Bühne. Jasmin Shakeri, die Backgroundsängerin, folgte. Die ersten Töne erklangen. Und meinem „Bäm!“ eröffnete Elif ihr erstes Konzert auf der ersten eigenen Tour. Total euphorisch, fast schon etwas überdreht, sprang und hüpfte sie umher. Man merkte direkt, dass sie es genoss, nicht der Support zu sein.

Der erste Song passte: »Regenstadt«, denn hier singt die Berlinerin »Doch ich bleibe so entspannt, ich weiß nur, dass ich glücklich bin!«. Total aufgedreht. Das riss die Menge sofort mit. Es folgte ein Song, der bisher nicht veröffentlicht wurde, den sie aber oft bei den (Support-)Auftritten als ersten Song gespielt hatte: »Hol mich ab«.

elif-mit-gitarreEs folgte weitere Songs aus ihrem Debütalbum »Unter meiner Haut«. Mittendrin bemerkte sie, völlig außer Atem, dass das ja ihr eigenes Konzert war. Sinngemäß sagte sie: »Ich muss mich daran erst gewöhnen, dass ich nicht Support bin. Ich brauch‘ mich nicht zu beeilen, das ist ja mein eigenes Konzert. Ich kann also gaaaaanz laaaaaangsaaaaaam reeeeeedeeeeen. Wir haben gaaaaaanz vieeeeeel Zeeeeeeit.«

Den eigenen Songs der Berliner Sängerin folgten viele Anekdoten aus ihrem Leben. Unter anderem wie es dazu kam, dass sie auf Sri Lanka das Musikvideo zu »200 Tage Sommer« drehten (Elefanten ♥). Aber auch eine sehr emotionale Geschichte, die zum Song »Baba« führten.

Die anfänglich auf- und überdrehte Elif entspannte sich sehr schnell. Animierte das Publikum, machte Witze und genoss jede Sekunde. Ihr stand der Spaß völlig ins Gesicht geschrieben. Sie erzählte, woher die Bühnendeko kam, dass sie vieles selbst gestaltet und organisiert hat. Natürlich griff sie auch selbst zur Gitarre, zum Beispiel beim Song »Danke«.

elif-und-jasmin-rosarotDem Publikum gefiel das Konzerte, mit lauten Rufen nach einer Zugabe, versuchte es die Band wieder zurück zu holen. Diese kam mit drei weiteren Songs. Als erste Zugabe wurde das Cover zu Fayzens »Rosarot« präsentiert. Es kam sehr gefühlsgeladen daher. Sehr persönlich. Elif, Jasmin und ihr Gitarist saßen auf dem Teppich auf der Bühne. Lagerfeuerstimmung – ohne Lagerfeuer. Trotz des Ausfallen von Elifs Mikrofon, konnten Elif und Jasmin schnell improvisieren und sangen schlussendlich gemeinsam durch Jasmins Mikro. Eine unglaublich harmonische Atmosphäre.

Als letzter Song der Zugabe und des Konzerts ertönte »Nichts tut für immer weh«, einem Song, mit dem sie bereits Ina Müller bei »Inas Nacht« begeisterte.

elif-endeDoch die Fans sollten nicht so schnell verschwinden. Noch während des Verabschiedens, kündigte Elif an, direkt zum Merch-Stand zu kommen (an dem ihre ältere Schwester Eda bereits wartete). Fleißig signierte sie fast eine Stunde lang. Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass das Konzert etwa gegen 22:40 Uhr zuende war. Sie wirkte absolut nicht gestresst. Die Schlange vor dem Merch-Stand wurde nicht kürzer. Jeder bekam seine Autogramm, Widmungen und ein Lächeln.

Nach der Signierstunde folgte eine Fotosession. Und dabei das Lächeln auf ihrem Gesicht. Man spürte, dass ihr das alles unglaublich viel Spaß machte, was eventuell auch am ersten eigenen Tourkonzert liegen könnte. Besonders erwähnenswert ist, dass sie live ihre Stimme einfach wahnsinnig im Griff hatte. Sie hielt jeden Ton, wie man auch in dem Video unten hören kann.

 

Mein Fazit

Tom Klose

Hat mich in der Hinsicht begeistert, als dass er so viele facetten seiner Stimme präsentierte. Hoch, tief, lalend. Selbst Geräusche von Wasser (mithilfe von Wasser) sorgten für eine gelassene Stimmung. Als Singer-Songwriter passte er ziemlich gut als „Vorband“ für Elif. Ich persönlich fand ihn ganz nett, hätte mir aber etwas mehr gewünscht – was genau kann ich auch nicht sagen. Mir hat es an sich gut gefallen, dass er mit Gitarre performt hat. Aber irgendwas fehlte dann doch. Trotzdem eine solide Leistung.

Am Merch-Stand tat er mir etwas leid, weil sie nah an der Tür zum Saal stand.

Elif

Ich bin zwar kein Fan, aber ich liebe ihre Auftritte. Doch. Vielleicht bin ich doch Fan. Es ist einfach fantastisch, mit wie viele Freude und Energie sie ihre Auftritte meistert. Vermutlich hatte ich allein deswegen direkt 20 Sekunden nach Beginn ihres ersten Songs auf der Bühne, das Bedürfnis auf jedem Konzert der Tour dabei sein zu wollen. Der Funke sprang nicht nur über. Es waren Flammen, mit denen sie das Publikum, die Tour – einfach alles an dem Abend entzündet hatte. Grandios!

elif-und-ichWenn ich den Vergleich sehe zu dem ersten Auftritt 2010, als sie als Elif, und nur Elif, bei einem Fantreffen vom damaligen Fanclub auftrat und dem Tourauftakt, muss ich sagen, es liegen zwar 3 Jahre dazwischen, aber die Liebe und Hingabe versprüht sie noch heute. Vermutlich noch mehr, als damals. Wer die Möglichkeit hat, dem empfehle ich einfach, sie auf den restlichen Konzerte zu besuchen. Es lohnt sich definitiv. Ticketpreis: ca. 20 EUR.

Beim Tourende am 30.01.2014 in der neuen Batschkapp in Frankfurt/Main werde ich ebenfalls dabei sein. Und neben des Konzerts auch versuchen, die Entwicklung zu sehen, zwischen Tourauftakt und -ende. Es wird auf jeden Fall interessant. Ich werde auch spontan nach Stuttgart fahren, einen Tag vorher.