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Ich muss noch etwas nachtragen, was ich im Bericht zum Donnerstag vergaß. Nämlich haben mir Becci und Ally auf der Messe noch nachträglich Geschenke zum Geburtstag überreicht. Von Becci gab es eine total süße Karte mit einem Elefanten drauf und eine Elefanten-Figur. Später bei der zweiten Lesung, überreichte mir Ally noch ein verpacktes Buch. Weil ich mich dabei immer so unwohl fühle, wenn ich Geschenke vor anderen öffnen soll, habe ich darum gebeten, es im stillen Kämmerchen zu machen.

Am Abend gab es dann noch ein Geschenk (eine total süße Karte mit einem Bären drauf und einen Geschenkgutschein für Amazon), und zwar von Hanna, Anne, Amphi, Caro und Pia. Doof nur, dass ich es dann vor ihnen aufmachen sollte, weil sie meine Reaktion sehen wollten. Mir wurde das zunehmend unangenehm, bis mir ein „Staubkorn“ ins Auge flog.

Geburtstagsgeschenke auf der Leipziger Buchmesse

Noch einmal vielen lieben Dank an euch für die Geschenke. Ihr seid so lieb, das habe ich gar nicht verdient :*(

Freitag, 14.03.2014

Der Tag begann genauso früh, wie der Tag zuvor, allerdings mit weniger Stress, da wir dieses Mal keinen Bus erreichen mussten. Unser erstes Ziel war (mal wieder) Halle 1, insbesondere der Stand von KAZE. Hier stellten wir uns in einer Schlange an. Allerdings galt diese Schlange nicht etwa für eine Signierstunde. Nein, lediglich für Ticket-Lose für die Signierstunde der Mangaka Kazue Katō (u.a. Blue Exorcist). Es gab nur 60 Plätze, es wollten jedoch hunderte eine Karte. Da unsere kleine Anne ein riesiger Fan der Mangaka ist, stellten wir uns zu sechst an, in der Hoffnung, einer würde ein Ticket ziehen. Niete … Niete … Niete … Niete … Niete … Niete. NEIN! Anne hatte schon fast aufgegeben, doch da hat sie die Rechnung ohne uns gemacht und wir stellten uns noch einmal an. Nur noch wenige Lose waren in der Box. Niete … Niete … Niete … Niete … Niete … … … Pia hatte es, das Los für ein Autogramm der Mangaka. Anne hatte so laut geschrieen und gehüpft vor Freude, dass sie vermutlich Pia vor lauter Liebe nie wieder losgelassen hätte.

Anne-und-blue-exorcist

Gegen 15 Uhr begaben wir uns auf den Weg in Halle 3 zu einer Präsentation für E-Shorts (präsentiert von Book on Demand). Allerdings hatten wir etwas anderes erwartet. Auch wenn es sehr interessant klang, wir als Blogger, die (noch) keine wirklichen Autoren sind, können damit erstmal nichts anfangen – außer wir würden Auszüge aus unserem Blog als E-Short veröffentlichen. Über WhatsApp entschieden wir, diese Präsentation zu verlassen und uns auf den Weg zur Fantasy-Insel in Halle 2 zu machen. Dort sollte in naher Zukunft der Autor Dan Wells (u.a. Die Ich bin kein Serienkiller-Trilogie und Fragmente-Trilogie) signieren.

Zuvor jedoch war eine Lesung von einer sympathischen Österreicherin Barbara Schinko, die etwas Feenhaftes ansich hatte (meinte Shanty wenig später) – außerdem ist sie Linkshänderin, wie ich im Anschluss bei der Signierstunde feststellen durfte, und das macht sie noch sympathischer (ich habe eine seltsame Schwäche für Linkshänder. Und Zwillinge.). Wie der Zufall es so wollte, handelt ihr Buch Die Feengabe über Feen. Vor allem die Begrüßung durch den Verlag ist mir hier im Gedächtnis geblieben, denn „Jede Lesung von Mondwolf beginnt mit einem Jaulen!“ und in dem Sinne heulten viele Zuhörer wie ein Wolf. Ich fand die Lesung ansich sehr interessant, auch wenn es schwer zu verfolgen war, da die Auszüge und Erklärungen nahtlos übergingen. Aber besonders bemerkenswert fand ich, dass sie fast frei gesprochen hatte. Da ich nachempfinden kann, dass bei unbekannten Autoren solche Lesungen auch sehr frustrierend sein können, bemühte ich mich ihr aufmerksam zuzuhören und stets zu Lächeln, um sie zu ermutigen. Das wurde dann mit 1-2 Zwinkern in meine Richtung gedankt – was auf der anderen Seite auch sehr seltsam war, muss ich gestehen.

Barbara Schinko Lesung zu "Die Feengabe" aus dem Mondwolf Verlag

Die Gesprächsrunde mit Dan Wells habe ich fast komplett verpasst, weil mich in der Zeit Anrufe und WhatsApp-Nachrichten erreichten, die ich bei schlechtem Handyempfang versuchte, zu beantworten. Und ich hatte mir schon WLAN-Zugang aus dem Pressebereich besorgt, weil sonst gar nichts ging. Was ich aber noch weiß, dass der Interviewer lispelte. Und Dan Wells meinte, er wollte eine starke Frau als Hauptfigur haben. Well done, sir. Genau der gleichen Meinung bin ich auch. Seit dem ist die Fragmente-Reihe auf meiner Wunschliste weiter nach oben gerutscht.

Als wir uns um 17 Uhr beim Randomhouse-Stand einfanden, gemeinsam mit vielen anderen Bloggern, musste Anne zu Halle 1, denn das Signier-Ticket sollte sie nicht umsonst bekommen haben. Nach einer kurzen Begrüßung durch Sebastian Rothfuss (Blanvalet – Presseabteilung) ging das Gewusel los. Wer beim Blog’n’Talk vergangenes Jahr in Frankfurt dabei war, weiß, was dort los sein kann. Das Gute war, dass es dieses Mal abends war. Dadurch konnte man den großen Messesturm umgehen und die Zeit genießen.

randomhouse-bloggertreffen

Neben der Presseleute aus den internen Randomhouse-Verlagen, wuselten auch wieder Autoren am Stand herum. Meine erster Unterhaltung führte ich mit Manuela Braun, die bei dem Goldmann-Verlag für Veranstaltungen verantwortlich ist. Es war sehr interessant zu erfahren, wie das mit Autoren-Lesungen funktioniert und was dabei alles beachtet werden muss. Aber auch, wie stressig die Organisation werden kann. Zudem erfuhren wir, wie das veröffentlichen von Romanen funktioniert. Genau genommen, das Publizieren eines Taschenbuchs, dass zuvor als Hardcover unter einem anderen Originalverlag (wie wir erfuhren, ist das die Bezeichnung für den Verlag, der das Buch zuerst veröffentlichte) erschien, gemanaged wird. Als nächstes wollte ich ein paar Autoren „anquatschen“, daraus wurde nichts, weil ich erst einmal unzählige Fotos machen sollte. Währendessen sahen wir zufällig Nina Blazon, die anschließend ebenfalls Fotos machen musste und Bücher signieren sollte. Ich konnte nicht anders und musste sie fragen, wie ihr Name richtig ausgesprochen wird, da wir den ganzen Vormittag überlegt hatten, wie man ihn korrekt aussprechen würde.

Randomhouse Bloggertreffen Stefan Nink Selfie

Cornelia Franke wollte unbedingt ein Foto mit Anne machen. Zum Glück hatte ich zwei Arme und konnte gleichzeitig mit zwei Kameras ein Foto machen. Ich wünschte, jemand hätte ein Foto davon gemacht, das sah sicherlich lustig aus. Als nächstes trafen Anka, Hanna, Caro, Anne und ich den Autor Stefan Nink, der ebenfalls am Stand herum stölberte. Er präsentierte uns sehr begeistert seinen neuesten Roman, seitdem habe ich tatsächlich Lust, das Buch zu lesen (er offenbarte uns, dass es das Buch vermutlich im Paket geben würde), obwohl es gar nicht mein favorisiertes Genre ist. Aber der Inhalt klingt vielversprechend – und sehr lustig.

Wir hatten an dem Tag unsere Selfie-Sucht entdeckt und so kam Stefan Nink nicht darum herum, ein Selfie mit Anne und Hanna zu schießen. Dabei war ich dann diejenige, die ein Foto vom Selfie machen gemacht hat, die Resultate seht ihr im Bild hier drüber. Beeindruckend, oder?

Selfie am Freitagabend vor der Messe Leipzig

Damit war auch der zweite Messetag geschafft. Halbzeit, sozusagen. Am Abend kochte uns „Mama Hanna“ einen extrem leckeren vegetarischen Nudelauflauf. Nach einer Vielzahl von Selfies, begaben wir uns dann des nachts irgendwann doch ins Bett, zum schlafen. Denn mit dem Samstag wartete schon ein Tag voller Termine auf uns.

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