Es wird mal wieder Zeit für ein neues „Bekenntnisse eines Buchjunkies“ (Kurz: BeB). Dieses Mal beantworte ich einen Tag, für den ich von Fay (Blog) nominiert/getagget wurde. Dieser Tag nennt sich „Wie bist du zum Buchbloggen gekommen?“ und ist sogar sehr interessant. Eigentlich könnte man es noch weiter spinnen, z.B. wie ich zum Bloggen allgemein kam oder zum Betreiben von Webseiten. Denn damit habe ich bereits ca. 2005 begonnen. Aber für heute beschränken wir uns lediglich auf das Buchbloggen. Los geht’s!

1. Wie erfährst du von Büchern, die du lesen möchtest?

Von Freunden bzw. eher von Buchblogger-Freunden. Von Verlagsvorschauen oder durch Stöbern in Buchhandlungen. Ganz beliebt ist bei mir auch das „stalken“ von Wunschlisten. Es ist nicht selten, dass in dem Fall auch einige Bücher auf meine Wunschliste wandern. Selten, aber dennoch präsent, ist das Zufallsprinzip. Habe schon oft ein Buch einfach so gekauft oder auf die Wunschliste „geworfen“, weil es mich einfach „angesprungen“ hat, ohne, dass ich wusste, worum es überhaupt geht. Oder bei den Amazon E-Book-Verkaufslisten, gerade die kostenlosen oder unter 2 EUR E-Books machen mich gelegentlich neugierig.

amazonwunschliste

2. Wie bist du zum Lesen gekommen?

Puh. Gute Frage. Da gibt es wohl zwei Phasen. Zunächst habe ich als Kind sehr gerne Bücher geschenkt bekommen. Ich kann mich erinnern, dass ich mal von einer Mitschülerin ein Bauernhof-Buch bekam, was ich geliebt habe. Ich habe auch viele (Tier-)Zeitschriften gelesen (ich weiß nicht mal mehr warum).  Ich kann mich noch erinnern, als ich mit 12/13 den dritten „Harry Potter“ gelesen habe (die Szene, wie ich dabei einschlief und mich an dem Tag eigentlich mit einer Freundin treffen wollte, ist immer noch in meinem Gedächtnis). Ich weiß auch noch, dass ich in der 3. oder 4. Klasse das Buch „Die Vorstadtkrokodile“ (Max von der Grün) geliebt habe. In der 5. oder 6. Klasse bei Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ keine Ahnung hatte, worum es ging. Und in der 9. oder 10. „Das Parfum“ von Patrick Süskind (das habe ich als letztes Buch vor meiner zweiten Phase richtig gesuchtet und geliebt).

Dann mussten wir zunehmend Bücher in der Schule lesen, auf die ich so gar keinen Bock hatte. Das nicht nur Klassiker gelesen werden (also auch mal moderne Romane), gab es nicht. Wir mussten „alte Schinken“ lesen. „Effie Briest“ habe ich nach 3 Seiten an die Wand geworfen. „Unterm Rad“ hätte ich bereits nach der ersten Seite zerrissen und verbrannt. Die Oberstufe war dann Schuld, dass ich das Lesen regelrecht gehasst habe. Auf meinem Profil bei SchuelerVZ stand neben „Lieblingsbuch“ immer „Kann man das essen?“ oder „Ich mach jeden Scheiß mit, aber irgendwann ist genug!“. Total dumm und peinlich aus heutiger Sicht. Im übrigen hatte ich zu der Zeit auch immer Notizen und Markierungen INS Buch gemacht.

Zweite Phase Neuanlegen einer Buchsucht

Mein Buchregal zu Beginn meiner zweiten Lesephase – Musik spielte damals eine größere Rolle.

Meine zweite Lesephase kam nach Ende der Schulzeit, zwar schleppend, aber sie kam. Wieder so richtig angefangen habe ich aus Langeweile 2007/2008 während meiner Ausbildung, als ich ohne PC die Woche über in der fremden Stadt, fernab meiner Heimat, war. Ich lieh mir Bücher bei einer Freundin in der Ausbildung, damals die ersten Bücher sogar schön mit Leserillen (und nicht zu wenig), abgehauenen Ecken und mehrfach gebrochenen Rücken. Der erste Roman den ich in der Zeit las war einer von Dan Brown, der daraufhin zu meinem Lieblingsautor evancierte. Begonnen mit „Meteor“ über „Sakrileg“ und „Diabolus“. Dann kam diese seltsame „Twilight“-Welle, die ich einfach nicht verstand. Also habe ich den Film geschaut und es gab diese eine Szene, als sie Baseball spielten, die ich partout nicht verstand. Und die war daran Schuld, dass ich die Biss-Reihe regelrecht gesuchtet habe. Warum, weiß ich heute nicht mehr. Habe es ein Jahr später noch einmal gelesen und fand es einfach nur noch schlimm (außer Alice, versteht sich, die bleibt cool).

Ende 2009 habe ich auf einer Twilight-Fanseite (damals hatte man noch richtige Fanseiten als Webseiten und nicht auf Facebook) dann den Buchtipp bekommen, der mein Leben veränderte: „Gezeichnet“ von PC Cast und Kristen Cast. Die war auch daran Schuld, dass ich anfing Bücher gelegentlich auf Englisch zu lesen.

Den Höhepunkt der Sammelleidenschaft und des begeisterten Lesens begann 2011 während des Studiums und endete 2012 in der absoluten Katastrophe für meinen SuB, als ich Buchbloggerin wurde.

3. Hat sich dein Buchgeschmack verändert, als du älter wurdest?

Da ich mich nur noch dunkel erinnere, was ich als Kind gelesen habe, kann ich nur die „zweite Phase“ betrachten. Und da beschränkten sich meine Genre auf Jugendromane und Thriller. Heute lese ich auch normale Romane, gelegentlich Kinderromane, die an Jugendromanen kratzen. Aber auch Jugendthriller, Thriller allgemein und verschiedene Ebenen der Fantasy (u.a. Sci-Fi, Dysopie). Ich habe sogar schon eine Biografie gelesen (von Daniela Katzenberger – okay vielleicht doch nichts, womit man prahlen kann).

Allgemein bin ich die Auffassung, wenn eine Geschichte nur interessant genug geschrieben ist und thematisch passt, kann man Bücher aus nahezu jedem Genre lesen. Welches Genre ich aber regelrecht ablehne sind Erotik-Romane. An die komme ich einfach nicht ran.

4. Kaufst du regelmäßig Bücher, wenn ja, wie viele?

Puh. Regelmäßig, nein. Es gibt so Sachen, wie momentan, dass ich Bücher vorbestelle (aktuell die „Inu Yasha“ Sammelbände die monatlich neu erscheinen). Meistens kaufe ich im Monat mehr Bücher, als ich weg lese, was meinen SuB besonders freut.

Bei Manga-Reihen, die noch nicht vollständig sind, oder so viel, dass die vollständige Anschaffung zu viel Geld beansprucht, kaufe ich meisten ebenfalls monatlich bzw wenn sie erscheinen. Da habe ich dann auch einen Plan, wann welcher Band rauskommt (auch wenn ich jetzt nicht unbedingt hundert Reihen habe, eigentlich nur 5-6). Ähnlich verhält es sich mit Buchreihen. Das einzige was da regelmäßig ist, betrifft Reihen zu vervollständigen.

Ansonsten habe ich eigentlich (haha) gar nicht das Geld mir ständig Bücher zu kaufen (Student und so). Tu es trotzdem, und darf als armer süchtiger Student am Ende des Monats von trockenen Nudeln leben :P

5. Wie bist du zum Booktuben / Buchbloggen gekommen?

Was das Buchbloggen betrifft, ist der Jonas von Stille Feder Schuld. Der Blog, den ihr jetzt kennt, den gab es auch schon früher, seit 2010 um genau zu sein, damals jedoch erst als Fanseite für verschiedene Rockbands, danach mehr als privater Blog. Ab und zu hatte ich das Bedürfnis, Musik oder Bücher, die mir wichtig waren, zu rezensieren – damals mehr schlecht als recht.

screenshot als musik fanseite

Layout Screenshot der Webseite, zu Beginn noch als Musik-Fanseite

Jonas kannte ich zu der Zeit bereits aus einem Fanforum (von Elif) und er hatte seinen Blog seinerzeit von einer Plattform für Schreiberlinge in einen Buchblog umgewandelt und irgendwie fand ich das so cool, dass ich meinen ebenfalls umbaute (und da ich damals nur 2 Leser hatte, fiel das keinem auf). Dank ihm kam ich auch in eine große Blogger-Gruppe auf Facebook, in der ich so viele (enge) Freunde habe, dass er vermutlich gar nicht weiß, wie dankbar ich dafür bin :P

Das Blog-Layout vom privaten Blog

Das Blog-Layout vom privaten Blog

Das Booktuben kam für mich einfach parallel dazu, da ich schon früh „Social Media“ fixiert war. Und für mich war das eine tolle Möglichkeit mit meiner Meinung noch mehr Menschen zu erreichen, allerdings ist das irgendwann immer ruhiger geworden. Ich sollte mich mal wieder mehr aufraffen und Videos machen, oder was meint ihr?

6. Wie reagierst du, wenn du das Ende von einem Buch überhaupt nicht ausstehen kannst?

Ehrlich gesagt, weiß ich das gar nicht. Ich habe meistens versucht das Ende sacken zu lassen und in der Rezension dazu, genau zu beschreiben, warum mir das Ende nicht gepasst hat. Bisher gibt es ein Buch, was ich immer wieder als Beispiel für ein total bescheuertes Ende anwende: „Drowning – Tödliches Element“ (Rezension). Es ist mir bis heute schleierhaft, wie man ein so gutes Buch auf den letzten Seiten so verhunzen kann.

Ansonsten merke ich recht schnell, wenn mir ein Buch nicht passt und breche es ab. An bestimmte Situationen erinnere ich mich nicht, nur, dass ich teilweise während des Lesens bereits mit Freunden schreibe und mich gerne aufrege :P

7. Sei ehrlich: Liest du manchmal schon die letzte Seite, um zu wissen, ob es ein gutes Ende gibt?

Ja. Daraus mache ich auch kein Geheimnis. Es gab auch eine Phase, da habe ich als erstes immer die letzte Seite oder den letzten Satz prinzipiell zuerst gelesen. Und es gab nur einen Fall, wo mir der letzte Satz bereits den heftigsten Spoiler verpasste: „Still Missing – Kein Entkommen“ (Rezension).

Ansonsten lese ich gerne mal vor bzw blättere, wenn eine brenzlige Situation eintritt. Zum Beispiel beim zweiten „House of Night“ Band musste ich einfach vorblättern, und gucken, ob das, was da geschah, wirklich endgültig sein würde.

8. Hast du manchmal Leseflauten?

Manchmal? Regelmäßig. Leider.

9. Passt sich deine Bücherauswahl an eine Jahreszeit / Fest / Ereignis an?

Nur, wenn ich eine Neuerscheinung unbedingt lesen muss. Dann lasse ich alles stehen und liegen. Auch, wenn eine Buchverfilmung ansteht, die mich interessiert, dann lese ich möglichst das Buch vor dem Film. Gerne auch die ganze Reihe.

Ich tagge …

Eigentlich bin ich ja kein Fan davon, willkürlich Leute zu taggen. Daher tagge ich an dieser Stelle einfach alle, die diesen Tag interessant finden. Ansonsten spontan:

Jaq von Jacquy’s Thoughts – Debbie von Buechertippzzz – Jonas von Stille Feder – Ira von Jades Bücherstube – Melanie von Mellies Buchlounge