Ende November war ich voller Frustration darüber, dass mich dicke Bücher oft abschrecken. Man kämpft sich oft durch seitenlange Dialoge, Beschreibungen, die dazu gerne man übertrieben werden und überhaupt fragt man sich oft, warum man 700 Seiten nicht auf 300 Seiten kürzen kann.

Vorab möchte ich noch erwähnen, dass es durchaus dicke Bücher gibt, die man in einem Rutsch weg lesen kann. Sie machen Spaß und die Seiten fliegen nur so dahin. Nicht alle „fetten Schinken“ sind schlecht! Beispielsweise die „Harry Potter“ Romane von Joanne K. Rowling, oder, meine Lieblingsreihe 2014, die „Luna Chroniken“ von Marissa Meyer (abgesehen von Band 1, der noch eine humane Seitenanzahl hat).

Aber, dass man sich oft dreimal überlegt, ob man ein dickes Buch kauft oder nicht, habt ihr mir mit euren zahlreichen Kommentaren gezeigt. Erst dachte ich, ich wäre allein mit meiner Meinung – so als Buchjunkie von Büchern abgeschreckt zu werden, das muss man erst einmal schaffen :P Eure Reaktionen möchte ich heute noch einmal kurz mit den besten Zitaten zusammenfassen! Und damit eröffne ich heute den Kreis der „anonymen dicken-Bücher-Phobiker“.

*lach* Ja, die dicken Wälzer … ich mag sie :)Aleshanee

Mir ist es total egal, wie viele Seiten ein Buch hat. Da achte ich beim Kauf überhaupt nicht drauf. Nicole

Ich lese aktuell auch ein 600 Seiten Buch (Band eins hatte noch knapp 450) und habe das Gefühl, ich könnte Passagen überspringen und es würde nichts ändern. Ist doch scheiße, wenn einen so etwas abschreckt.Tanja V.

Das schlimmste ist, einige viele Seiten hätte man sich sparen können, dann wäre die Geschichte an einigen Stellen vielleicht auch nicht so furchtbar langatmig.Felan

Also ich habe mir da bisher noch keine Gedanken darüber gemacht. Ich finde dicke Wälzer solange sie sehr gut sind, auch echt schick. Aber 700 Seiten – wow! Das hätten dann ja glatt zwei Bücher werden können. Da staune ich ehrlich gesagt, dass die Lektoren und wer immer dahinter steht, das Buch nicht, wie beim Film „Mockingjay“, in zwei Teile zerrissen haben, damit noch mehr Geld gemacht wird.Fiorella

Stimme dir voll zu. Vor allem lese ich gerne in Bus und Bahn, auf dem Weg zur Uni. Da sind diese fetten Schinken echt unpraktisch in der Tasche. Jessica B.

Ich liebe dicke Wälzer :) Und zwar hasse ich es einfach, wenn die Geschichte gut ist, dass sie dann so schnell rum ist. Dann findet sich auch nicht so schnell was Vergleichbares.Alexandra D.

Ich meine, manche Geschichten werden ja gerechtfertigt auf vielen Seiten erzählt, aber meistens ist es doch so, wie du sagst…man liest sich ewig ein und dann hängt die Geschichte irgendwann fest. Solche Stories sind auch oft nicht so schön und leicht lesbar oder man verliert immer wieder den Faden.Tanja V.

Klar, es gibt auch gute Bücher mit wenigen Seiten. Aber ich bin lieber länger in der Geschichte drinnen. Bücher mit 700 Seiten jedoch mag ich nur , wenn sie nicht ewig lang gezogen werden.Tine

Ich habe tatsächlich Angst, Zeit zu verschwenden. Ich habe keine Lust, mich Wochen lang durch ein Monsterbuch zu kämpfen, immer in der Hoffnung, dass es noch besser wird.Stefanie H.

Vor einigen Jahren noch galt für mich “Je dicker desto besser”. Sandra S.

Das mit den Preisen finde ich auch wahnsinnig. So viel Geld! Das ist der Grund, warum ich auf englische E-Books umgestiegen bin.Nicole

Die Preisunterschiede sind schon der Hammer. Ich könnte mir die dicken Hardcoverbücher nicht leisten, deshalb bin ich schon seit Jahren in einer Internettauschbörse und ertausche mir da meine Bücher. Seit ich blogge kommt auch immer wieder mal ein Rezi-Exemplar, worüber ich sehr froh bin; wie gesagt, sonst könnte ich mir mein Hobby nicht leisten.Aleshanee

Ich fürchte mich vor dem Buch, weil wenn es mir auf den Fuß fällt könnte es mir sich die Knochen zertrümmernFelan

Ich muss gestehen, mir geht es fast genauso…am meisten hab ich immer das Platz Problem. Ist dir auch schon mal aufgefallen, wie krass viel Platz deutsche Bücher allgemein im Vergleich zu englischen weg nehmen?Tanja V.

Ich habe immer super Argumente dafür, dass dicke Bücher super sind, aber ehrlich gesagt mag ich Bücher über 500 Seiten auch nicht allzu gerne. Es frustriert mich einfach, wenn ich 2 Stunden lese und erst 20% vom Buch geschafft habe, anstatt wie sonst schon fast halb durch zu sein. Dann fühle ich mich immer, als hätte ich überhaupt nichts geschafft und würde meine Zeit verschwenden.Jacqueline N.

Ob ich ein dickes oder dünneres Buch lese, hängt davon ab, ob ich das Buch zu Hause lese oder mitnehmen muss, wobei ich da auch oft schon nach einem nicht so dünnen HC gegriffen habeTine

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich dicke Bücher auch abschrecken, wenn ich eine Leseflaute habe. Wenn es mir so wie so schon schwer fällt, Zeit und Lust zum Lesen zusammen zu kratzen, dann ist alles über 500 Seiten totaler Schwachsinn. Mendea

Aber inzwischen schrecken mich dickere Bücher auch eher ab. Preis und Zeit, die gefressen werden, sind es meistens ja leider nicht wert.Tanja V.

Wir machen einfach einen Club auf :-D Der Club der anonymen Wälzer-Phobiker oder so :)Stefanie H.

Viele Antworten ähneln sich in ihrer Aussage. Offenbar haben der Großteil der Leute einfach Angst, „ihre Jugend kostbar zu verschenken“ (wenn man es mal etwas überspitzt ausdrückt). Fakt ist, dicke Bücher sind zeitintensiv, gehen oft tief in die Geldbörse und öden nicht selten mit langatmigen Nebenstories ein.

Aber sie können auch sehr viel Spaß bereiten. Man muss seine Charakter nicht zu schnell los lassen. Und erlebt noch mehr Abenteuer mit ihnen.

Es gibt jede Menge Pro und Contra zu diesem Thema. Aber letztendlich bleiben es Bücher, die wir alle auf die ein oder andere Art lieben können. Und Hass ist auch eine Form von Liebe.