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5
On 6. November 2016
Last modified:6. November 2016

Summary:

Tim Burton scheint ein Garant für grandiose Filme zu sein. Mit Die Insel der besonderen Kinder hat der Produzent seinem Namen mal wieder alle Ehre gemacht. Für jemanden, der die Buchvorlage nicht kennt, wurde der Film zu einem spannenden und mystischen Abenteuer durch die Zeit. Auch, wenn der Film als FSK 12 deklariert ist, sollten die Kinder nicht ohne Begleitung der Erwachsenen ins Kino gehen, da es an manchen Stellen doch sehr düster und erschreckend zugeht. Doch eben genau das macht diesen Film zu etwas ganze besonderem. Charaktere, Szenen sowie die Kameraführung überzeugen und sind selbst in 3D authentisch. Ein Muss für Mysterie und Fantasy Fans, die auf Spannung und Abenteuer stehen.

Tim Burton scheint ein Garant für grandiose Filme zu sein. Mit Die Insel der besonderen Kinder hat der Produzent seinem Namen mal wieder alle Ehre gemacht. Für jemanden, der die Buchvorlage nicht kennt, wurde der Film zu einem spannenden und mystischen Abenteuer durch die Zeit. Auch, wenn der Film als FSK 12 deklariert ist, sollten die Kinder nicht ohne Begleitung der Erwachsenen ins Kino gehen, da es an manchen Stellen doch sehr düster und erschreckend zugeht. Doch eben genau das macht diesen Film zu etwas ganze Besonderem. Charaktere, Szenen sowie die Kameraführung überzeugen und sind selbst in 3D authentisch. Ein Muss für Mysterie und Fantasy Fans, die auf Spannung und Abenteuer stehen.


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Trailer

Zur Geschichte

Info: Es handelt sich hierbei um eine Buchverfilmung von Ransom Riggs.

Der 16-jährige Jacob Portman aus Florida hat nicht gerade viele Freunde. Er hilft in einem Supermarkt aus, wo er von Mitschülern geärgert wird, die offenbar nicht einmal wissen, wer er ist. Jacob hat eine besonders intensive Beziehung zu seinem Opa, Abraham Portman, der mehr ein Vater für ihn ist. Eines nachts fährt Jacob zu seinem Opa, der ihn zuvor panisch anrief und nach seiner Pistole suchte. Als Jacob ankommt, ist von seinem Opa keine Spur. In einem Waldstück hinter dem Haus findet er seinen Opa auf, dem offenbar seine Augen fehlen. In seinem vermeintlichen Wahn, bittet er seinen Enkelsohn auf eine Insel in Wales zu reisen und dort nach jemanden namens Peregrine zu suchen. Doch vielmehr verwirrte die weitere Information. Neben der Reisedaten, sagt er noch ein Datum, dass absolut keinen Sinn zu machen scheint: 03. September 1943.

Jacobs Psychotherapeutin überredet die Eltern von Jacob, dass die Reise nach Wales eine gute Idee wäre. Und so machte sich Jacob zusammen mit meinem seinem Vater auf den Weg nach Wales. Die Insel ist ein trostloser Ort und beide verstehen mit jedem Tag weniger, was sie hier zu suchen haben. Jacob erinnerte sich an die Geschichten seines Großvaters, der ihn von dieser Insel der besonderen Kinder viele Male erzählte. Während einer Erkundungstour mit einheimischen Jugendlichen, findet er ein altes, zerstörtes Haus. Es stellt sich heraus, dass es ein Kinderheim war. In der Ruine des alten Kinderheimes begegnet er plötzlich Kindern, die ihn an eben diese besonderen Kinder in den Geschichten seines Opas erinnern. Doch es waren nie Geschichten. Diese Kinder gab es wirklich … oder gibt? Immerhin wirken sie für Tote sehr real. Er folgt ihnen zur Küste durch eine Steinhöhle und findet sich im Jahr 1943 wieder. Genauer gesagt am 03. September 1943.

Das Kinderheim ist noch nicht von der Bombe getroffen worden, die es in Schutt und Asche legen sollte. Die Kinder lebten seit Jahren in einer Zeitschleife, die Heimleiterin Miss Peregrine erschaffen hatte. Die Sache scheint bisher schon total verwirrend? Es wird noch viel skurriler, als Jacob auf die restlichen Kinder trifft. Er glaubt er sei niemand Besonderes und versteht nicht, warum er dort unbedingt hin muss, hin will. Als das Kinderheim plötzlich von Monstern, sogenannten Hollows angegriffen wird, wird ihm nach und nach bewusst, welche Bedeutung er in der Geschichte spielen sollte. Auf der Suche nach der Wahrheit und woher diese Hollows kommen, trifft Jacob auf noch mehr besondere Kinder und Erwachsene. Der Kampf gegen die Hollows jedoch begann bereits vor seiner Zeit. Wird es ihm gelingen, seiner Aufgabe und Bedeutung gerecht zu werden?

 

Mein Endfazit

Ein grandioses Filmerlebnis. Bei der ersten Erwähnung der Hollowgasts (kurz: Hollows), dachte ich erst, welch Ironie, dass sie im Jahre 1943 sind und von etwas verfolgt werden, das ähnlich klingt wie Holocaust. Die Hollows sahen mindestens genauso schrecklich aus. Während des Films kam bei mir keine Langeweile auf. Ich war eher traurig, als der Film plötzlich vorbei war. Ich konnte mich total auf die Geschichte einlassen, die mich sogar noch einige Tage später verfolgt hat (ich habe noch immer das unbändige Bedürfnis sofort die Bücher zu lesen).

Ich fand die Szene, als Emma mit Jacob in ihr Geheimversteck floh, sehr cool, auch von den Special Effects her. Auch, wenn hier einige unlogische Dinge passiert sind (erst sinkt sie schnell auf den Meeresgrund, aufgrund der Bleischuhe, und kann dann plötzlich schwimmen?). Da mir die Bücher als Vergleich fehlen, kann ich ganz unbefangen über diesen Film reden und natürlich schwärmen. Es gab kaum eine Szene, die mir nicht gefallen hat. Die Special Effects waren sparsam und doch voller Kraft eingesetzt worden. Man wurden von ihnen nicht zu stark bombardiert oder genervt. Dass der Film in 3D gezeigt wird, ist ein nettes Gimmick gewesen. Es wurde zumindest nicht zu sehr gewollt mit dem 3D Effect gespielt. Er war da und verlieh so dem Film eine angemessene Tiefe. Und die, die mich kennen, wissen, dass ich nicht unbedingt der Fan von 3D Filmen bin. Es war angenehm, keine zu hektischen Kamerafahrten, die Bilder haben unscharf werden lassen. Einer der wenigen Filmen, die ich bisher gesehen habe, bei denen es keine Schande ist, dass es ihn in 3D gibt.

Was mir aufgefallen ist, was die Schauspieler betrifft, war der magere Jacob. Mich würde mal interessieren, ob er in den Büchern auch als so schlacksig beschrieben wird, weil sie dann mit Asa Butterfield einen perfekten Charakter-Darsteller gefunden haben. Am besten hat mir hier im ganzen Film aber tatsächlich Eva Green als Miss Peregrine gefallen. Sie war so unglaublich authentisch. Ich hatte jedes Mal selbst Angst, unkonzentriert und zu spät zu sein. Generell ist die Charaktere der Miss Peregrine eine sehr besondere, die nachhaltig in Erinnerung bleibt.

Ich fand bis zum Ende diese Zwillinge so gruselig, dass es mich gewundert hat, dass es anderen nicht so ging. Am Ende wurde gelüftet, warum sie wie Gespenster herumlaufen. Überhaupt war der Film teilweise sehr hart an der FSK12 Grenze zu FSK16.

Der Film ist eine absolute Empfehlung für alle Mysterie und Fantasy Fans, die ein bisschen auf Spannung und Grusel stehen. Für Eltern empfehle ich die Kinder zu begleiten und zu entscheiden, ob sie den Film sehen sollten oder nicht. Ich würde den Film jederzeit wieder anschauen.

 

Filmdaten

Filmtitel: Die Insel der besonderen Kinder
Originaltitel/Alternativ-Titel: Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children / Peregrine’s Home for Peculiars
Schauspieler (Auswahl): Asa Butterfield, Eva Green, Samuel L. Jackson, Allison Janney, Ella Purnell, Chris O’Dowd, Judi Dench, Terence Stamp
Teil: 1 von ?
Länge: 127 min
FSK: 12
Erscheinungsdatum: 06.10.2016
Regisseur: Tim Burton
Drehbuch: Jane Goldman, Ransom Riggs (Buch-Autor)
Produzent: Peter Chernin, Katterli Frauenfelder, Derek Frey, Nigel Gostelow, Ivana Lombardi, Jenno Topping
Kamera: Bruno Delbonnel
Komponist: Michael Higham, Matthew Margeson
Kostüme: Colleen Atwood