Ein frohes und gesundes neues Jahr meine Lieben! Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Post schreiben möchte, aber letztlich hat mich Charlie dann doch dazu motiviert. Ich liste heute mal mein Best of 2016 auf, in der Hoffnung, dass ich nach diesem langen Jahr nichts vergessen habe. Es hat sich teilweise echt gezogen. Also, 3 … 2 … 1 … Best of 2016.

Januar

Gemeinsam mit Charlie und ihrem Freund feierte ich Silvester ins neue Jahr. Wir haben das neue Jahr begonnen, wie das alte endete: mit Monopoly. Und damit begann auch ein weiteres Spielejahr. Außerdem beschloss ich meinen Blog zu überarbeiteten und setze ihn Mitte Januar in einem Wartungsmodus. Ich brauchte die Zeit eindeutig und ließ mir die Zeit.

Der letzte Band von der Cinder Reihe erschien und ich freute mich, als ich Wie Schnee so weiß endlich zu lesen begonnen konnte. Aufgrund der Leseflaute habe ich das Buch bis heute nicht beendet.

Februar

Meine Bachelor-Thesis ging in die heiße Phase über. Mittlerweile war es nur noch eine einzige Frustration. Das Programmieren machte Spaß, das parallele Schreiben der Dokumentation eher weniger aufbauend. Die Gespräche mit meinem Prof demotivierten mich jedes Mal erneut, obwohl ich dankbar bin, für seine ehrlichen Meinungen, die mir letztendlich eben doch geholfen haben.

Unser Team wurde als erfolgreichstes Damenteam unseres Vereins ausgezeichnet, aufgrund unserer Perfect Season in 2015 und der gewonnenen Meisterschaft.

Ich bekam das neue Samsung A5 2016 aufgrund meiner Vertragsverlängerung.

März

Ich wurde 27 Jahre alt. Ich feierte das erste Mal seit Beginn meines Studiums meine Geburtstag nicht mit meiner Familie. Die Thesis und die Finanzen erlaubten es nicht. Doch zwei sehr gute Football-Freunde versüßten mir den Tag. Ich habe mich mein Leben lang davor gefürchtet, 27 Jahre alt zu werden. Ab jetzt hieß es, tief durchatmen und die folgenden 12 Monate überleben. Und natürlich sollte der Tag mit einem Paukenschlag gekrönt werden. In der Nacht zuvor fiel mein Strom aus. Der Notdienst des Stromanbieter konnte nicht helfen. Der Hausmeister konnte nicht helfen, aber er versprach am nächsten Tag zu den Vermietern zu gehen. Ich hatte noch einen Handy-Akku von 70%, es sollte der schlimmste Geburtstag werden, den ich bisher erlebt hatte. Morgens fand ich außerdem ein seltsames Päckchen vor meiner Tür, in dem eine Nachricht stand, dass ich um 17 Uhr irgendwo hin kommen sollte. Es begann der Wettlauf gegen die Zeit, denn ich musste parallel auf den Elektriker warten. Ich saß den gesamten Tag in der Wohnung und wartete. Es waren schreckliche Stunden. Ich wollte lesen, konnte mich jedoch nicht darauf konzentrieren. Irgendwann nahm der Tag dann doch einen glücklichen Verlauf. Der Elektriker kam gegen 17 Uhr, ich lief zu dem Treffpunkt und wurde von den beiden Freundinnen überrascht. Dieser Tag sollte ein Metapher für das folgende Jahr werden: Warten, Geduld zeigen und den Kopf nicht verlieren, denn am Ende wird alles gut.

Außerdem gab ich meine Bachelor-Thesis ab und startete kurz darauf in meinen ersten Job nach dem Studium, damals noch voller Freude auf die neue Herausforderung.

April

Das erste Football-Spiel der Saison zuhause in Mainz. Endlich konnte die Saison um das Leder-Ei starten. Ich wollte wieder einen unvergesslichen Sommer. Er entwickelte sich anders, als gehofft. Im April fuhren einige Footballerinnen und ich nach Stuttgart und sahen u.a. ein Freundschaftsspiel zwischen der 1. Liga Mannschaft aus Stuttgart gegen die 2. Ligisten aus Wiesbaden (zwei unserer Coaches spielen in Wiesbaden). Es war echt kalt an dem Tag!

Außerdem waren die beiden Football-Freundinnen im Urlaub in Prag. Sie brachten mir ein ganz besonderes Geschenk mit: die tschechische Version von „Cress“ / „Wie Sterne so golden“ von Marissa Meyer. Noch immer wollen sie, dass ich ihnen daraus vor lese, während ich ihnen dafür unendlich dankbar bin.

Mit dem Abschlusskolloquium beendete ich nun offiziell mein Studium. Ich fühlte mich befreit, da ich bis zum 21.4. Angst hatte, dass ich doch nicht bestanden hätte. Doch alle Furcht war nun vergessen. Bachelor bestanden. Studium beendet. Endlich.

Mai

An Pfingsten reiste ich das erste Mal in diesem Jahr zu meiner Familie. Mit einem Besuch in Berlin, wo ich mir das Spiel der Damenteams Berlin und Kiel angeschaut hatte. Zudem entwickelte sich noch eine Erkältung, die mich danach komplett flach legte.

Außerdem hatten wir unser eigenes erstes Spiel. Wir reisten nach Hamburg und verloren das erste Mal seit einem Jahr (letztes Jahr waren wir noch ungeschlagen). Dieses Spiel sollte das ganze Team verändern und für Überraschungen im weiteren Turnierverlauf sorgen.

Juni

In dem Monat spielten wir zwei Mal gegen den mehrfachen deutschen Meister aus Berlin. Beim ersten Spiel in Mainz hatten wir noch immer die Niederlage gegen Hamburg im Kopf und hatten Respekt vor Berlin. Doch wir stellten schnell fest, dass es auch nur eine normale Mannschaft ist, die schlagbar ist. Obwohl wir verloren haben, fühlte es sich wie ein Sieg an und wir wurden Berlins unangenehmster Gegner in diesem Jahr. Beim Rückspiel zwei Wochen später in Berlin zeigten wir in Unterzahl, wozu wir in der Lage sind.

Juli

Ausgerechnet am ersten Sterbetag meines Opas fand die Überreichung der Bachelor-Urkunde in Wiesbaden statt. Ich lud meine Familie ein und war so glücklich, dass meine Mum und Oma kamen. Leider konnte meine Schwester nicht, weil sie zuvor einen leichten Unfall hatte und krank geschrieben war. An dem Tag kam sehr vieles hoch. Die Last die das Studium auf meine Schultern legte, fiel endgültig ab. Gleichzeitig schnürte die Trauer erneut mein Herz zu. Ein Jahr zuvor wollte ich unbedingt alle dabei haben, auch meinen Opa. Das Leben stellt manchmal eben eigene Regeln auf. Opi, ich danke dir, dass du mich in meiner Endphase motiviert hast, weswegen ich das Studium am Ende abschließen konnte. Diesen Erfolg verdanke ich auch dir. Danke, wo auch immer du gerade bist ♥

Pokémon Go wurde so ein krasser Hype, dass ich mit Charlie stundenlang durch Mainz und Wiesbaden lief. Es war ein großer Spaß in diesem Monat, auch, wenn der Hype mittlerweile abgeschwächt wurde.

August

Oh mein Gott, ich war mit einer Football-Freundin in Köln auf dem einzigen Good Charlotte Konzert in Deutschland. Es war grandios. Es half mir etwas darüber hinweg, dass ich Mitte August gekündigt wurde. Das sollte ein Befreiungsschlag sein, da ich seit Wochen und Monate am Überlegen war, wann ich endlich kündigen würde. Ich bewarb ich mich die ganze Zeit parallel. Es löst sich etwas, dass mich seit Monaten lähmte. Auch, wenn die folgenden Woche aufgrund der Arbeitslosigkeit schwierig waren, bin ich froh um den Umstand, wie es geendet ist.

September

Zweites Konzert dieses Jahr und wie sollte es anders sein, es war Elif. Sie kam auf Akkustik-Tour. Gemeinsam mit meiner guten Studi-Wohnheim-Freundin genoss ich das Konzert, es tat gut mal nichts mit Football zu machen. Was etwas schwierig war, weil wir noch vor einer Woche total unerwartet im Halbfinale gewannen. Niemand hatte das erwartet. Plötzlich standen wir, die Aufsteiger aus Mainz, die ihre ersten drei Spiele verloren haben, im Finale um die deutsche Meisterschaft. Ein unbeschreibliches Gefühl. Am 24. spielten wir das Finale. Wir waren so aufgeregt und nervös. Es waren so viele Eindrücke, dass ich noch heute versuche, zu begreifen, wie unglaublich toll es war. Es zog alles so hektisch vorbei, dass das Halbfinale mehr Präsenz in meiner Erinnerung hat, als das Finale, was mich irgendwie auch traurig stimmt. Meine Familie, Mum, Schwester und Oma waren dabei. Es war so schön, dass sie diesen Moment mit mir geteilt haben. Danke, dass ihr mich bei all meinen Entscheidungen stets unterstützt habt ♥

Im September deinstallierte ich Pokémon Go wieder, da es kaum Verbesserungen oder Upgrades gab. Es langweilte. Kurz darauf sollten eine Menge cooler neuer Sachen kommen.

Ich beschloss in dem Monat zudem, dass ich in die USA ins Football-Camp fliegen würde, sollte ich im Oktober einen Job bekommen und es finanziell passen.

Oktober

Der Oktober hatte viele Highlights. Nach einem turbulenten September, standen alle Zeichen für einen neuen Job endlich auf grün. Am 17.10. trat ich dann in Mainz meinen neuen Job an, ausgerechnet in der Buchmesse-Woche. Das war auch der Grund, warum ich nur am Samstag und Sonntag auf der Buchmesse sein konnte. Glücklicherweise übernachteten die meisten meiner Bloggerfreunde bei Charlie, was unweit von meiner Arbeitsstelle entfernt liegt. So freute ich mich jeden Feierabend darauf, zu Charlie zu gehen, um mit den anderen wenigstens ein paar Stunden verbringen zu können. Ich übernachtete in dem Zusammenhang sogar spontan zwei Mal dort. Ich vermisse euch ♥

Ende Oktober ging ich, aufgrund der Pause im Football, zum Leichtathletik-Training. Nach über 10 Jahren fühlte es sich wieder gut an, dort zu trainieren (wenn auch in einer anderen Stadt und einem anderen Verein). Außerdem nahm ich zu Beginn des Monats an einem Football-Camp in NRW teil, was mir zeigen sollte, welchen guten Trainingsstand unser Team im Vergleich dazu hat.

November

Im November war ich in der Verfilmung von Die Insel der besonderen Kinder. Es war ein unglaublich toller Film, obwohl ich das Buch bis dahin nicht gelesen hatte. In dem Monat schaute ich weiterhin Gilmore Girls und Full House.

Dezember

Der Monat der Weihnachtsfeiern. Eine Weihnachtsfeier katapultierte mich binnen weniger Minuten in eine depressive Phase, seitdem glaube ich daran, dass ich in einer Midlife Crisis stehe. Mit 27. Danach nahm ich mir vor, mich nicht mehr sozial auszugrenzen. Ich traf mich oft bei Charlie und ihrem Freund zu Spieleabenden. Es sollte eben doch enden, wie es begann. Ein bisschen zumindest.

Zudem hab ich mich nun offiziell in der Leichtathletik-Abteilung angemeldet (es ist der selbe Verein wie für Football). Am 11. nahm ich das erste Mal nach über 10 Jahren wieder an einem Wettkampf teil. Der war irgendwie auch der Energiekick den ich brauchte, um nach Monaten endlich wieder regelmäßig in Fitnessstudio zu gehen. Dort wollte ich mich eigentlich abmelden, weil ich über ein halbes Jahr lang kaum bis gar nicht dort trainierte und wollte das Geld sparen. Doch der Boost gab mir Aufschwung. Seitdem kann ich das super kombinieren auf meinem Heimweg von der Arbeit.

Silvester verbrachte ich, nach den ganzen Turbulenzen, entspannt mit zwei Football-Freundinnen in Mainz. Wir kochten gemeinsam, saßen einfach beisammen und schauten Serien. Das Feierwerk betrachteten wir von einem Hügelchen aus. Der Nebel verschlechterte zwar die Sicht, aber dennoch war es ein schönes Erlebnis. Entspannt und ruhig ins neue Jahr.