Was man an seinem 26. Geburtstag unbedingt (vor der Buchmesse) erleben muss.

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Vielleicht haben es einige von euch auf Facebook mitbekommen. Aber da ich es nicht groß an die Glocke hänge (eigentlich), erwähne ich jetzt nur ganz beiläufig, dass ich am 11. März Geburtstag hatte.

Ich habe lang überlegt, ob es sich lohnt, das folgende Erlebnis zu schreiben. Ich entschied mich nun, es zu tun (wie man offenbar lesen kann 😛 ), da es im Messebericht nichts zu suchen hat.

Gut, ich erzähle euch jetzt in aller Kürze, was mir während meiner Geburtstagsfahrt von Wiesbaden nach Leipzig passiert ist 😛

Man könnte auch einfach früher den Koffer packen … aber nö.

Koffer packen

Alles begann damit, dass mich meine Oma morgens um 6 Uhr anrief. Auf dem Handy. Sie hatte Angst, dass ich bereits im Zug sitzen würde. Später riefen mich auch meine Mum und meine Schwester an.

Ich hatte noch etwas Zeit, bis mich der Zug nach Leipzig bringen sollte, also packte ich meine restlichen Sachen in den Koffer. Packte meinen neuen Trekkingrucksack, den ich eigens für die Buchmesse tags zuvor gekauft hatte.

Da zwei sehr gute Freundinnen dieses Mal nicht bei der Leipziger Buchmesse dabei sein sollten, druckte ich noch schnell Fotos von ihnen aus. Warum? Das erfahrt ihr später in meinem Messebericht ^^

Die Sonne strahlte wie bekloppt. Eigentlich perfektes Frühlingswetter, weswegen ich meine Sommerjacke anzog (und in weiser Voraussicht meine Winterjacke einpackte).

Eine Zugfahrt die ist … laut

Eine Zug fahrt die ist laut

Gut, es war also 12:23 Uhr. Mein langer Zug war so lang, dass ich gefühlt fast 10 Minuten brauchte, um bis zum ersten Wagen, am Ende des Gleises, zu gelangen, in dem ich eine Platzreservierung hatte.

Etwa 50 Minuten später hielten wir in Frankfurt, wo Fay zu mir steigen würde. Wir hatten beim Kaufen der Tickets gleichzeitig gebucht (und telefoniert) und somit Sitzplätze nebeneinander gesichert 😛 (das finde ich ja bis heute sehr clever von uns xD )

Selfie mit Fay im Zug nach Leipzig

Leider war bis hierhin auch schon das schönste der Zugfahrt erzählt. In Frankfurt stiegen nämlich auch noch Teenager ein. Eine Menge Teenager. Eine Schulklasse. Und mit dieser tollen Truppe stieg auch ein Lärmpegel ein, der mich während der folgenden 3,5 Stunden rund 100 Jahre altern ließ. Ich nahm gefühlt eine Paracetamol nach der anderen ein und es reichte doch nicht.

Mit Fay konnte ich mich auch nicht unterhalten, zu laut war die Party der Teenager.

Besonderes Highlight war, als sie beschlossen hatten, ihren Selfie-Stab rauszuholen. Im Zug, über drei Reihen zu halten und sich beim Party machen zu fotografieren. Schlimm, denkt ihr? Tja, es geht noch schlimmer, wie immer.

Teenage Dirtbag

Nach einer Stunde hatten wir beide also so krasse Depressionen, dass die Kopfschmerzen allein schon einen Boxweltmeister in Runde 1 K.O. geschlagen hätten. Ich übertreibe? Nein. Es war noch schlimmer als das.

Ich habe schon viel auf Zugfahrten erlebt. Koffer, die mitten in der Pampa die Notbremse zogen. Evakuierung auf offener Strecke über eine zu enge Rettungsleiter. Aber keine 4 stündige Fahrt mit pubertären Chaoten und Vollpfosten, denen jeglicher Respekt fehlte.

Mit ihrer fremden Sprachen fühlten sie sich sicher, um ohne Pardon über uns zu lästern (gut, dass ich eine zeitlang Holländisch gelernt habe, es nicht spreche, aber einige Worte durchaus verstehen kann … und Blicke sowieso).

Der absolute Höhepunkt war, als sie plötzlich entdeckt haben, dass man die Tische an den 4er Sitzen hochklappen kann. Und damit nahm die Party einen traurigen Höhepunkt ein, den sie mit dem Werfen von Chips noch besiegeln sollten. Der letzte Funken Respekt ist damit eindeutig hops gegangen.

Kaum zu glauben, aber nach den vier Stunden Folterfahrt nach Leipzig, bin ich noch schneller gealtert und fühlte mich, als hätte ich den schlimmsten Kater meines Lebens (und dabei trinke ich noch nicht einmal Alkohol).

Altersgruppe 26 bis 50

Die Buchmesse kann kommen

Und damit bin ich nun offiziell 26 Jahre alt, in der Gruppe 26 bis 50 aufgenommen und werde diese Schreckensfahrt von Wiesbaden nach Leipzig niemals vergessen.

Aber wie heißt es so schön, nach jedem Down, kommt auch wieder ein Up. Und zum Glück erlebte ich danach mit meiner Gang die vier schönsten Tage, die diese Zugfahrt meilenweit überstrahlten.

Etwa eine Stunde nach unserer Ankunft in Leipzig, traf dann auch Charlie ein, mit der wir gemeinsam zu unserem Hotel fuhren (nach anfänglichen Problemen, überhaupt ein Zugticket zu lösen). Denn die nächsten Tagen sollten wir, wie auch im letzten Jahr, bei Anne verbringen. Später am Abend trafen dann auch schon Simone und Caro ein. Die Gruppe war komplett und die Messe konnte kommen.

Doch dazu später mehr in meinem Messebericht.

P. S.: Sorry, für die schlechte Bildqualität, ich hatte meine Kamera ja leider schon im Koffer 😛

Nachtrag

SCHANDE ÜBER MEIN HAUPT! Ich habe doch wirklich vergessen, das super tolle Kuchen-Geschenk von Anne und ihrer Familie zu erwähnen. Da ja mein Geburtstag war, wurde extra eine „Kalte Schnauze / Hund“ gebacken. Mit einem ordentlichen Schuss drin, wie Anne liebevoll erwähnte. Er war einfach unglaublich lecker. Und weil man einen Geschmacksorgasmus schwer beschreiben kann, hier ein Bild 😛

Happy Birthday mit kalter Schnauze

Happy Birthday mit kalter Schnauze