Zusammengesetzt aus mehreren Episoden werden Fans der „Bullyparade“ und der erfolgreichen Bully Filme bei diesem Film auf ihre Kosten kommen. Mit der Reise in die Vergangenheit, arbeitet sich der Film aus der Zeit des Wilden Westen bis in die ferne Zukunft der U.S.S. Hasselhoff voran. Ein roter Faden lässt sich nur halb erkennen und trotzdem kann man der Geschichte folgen. Leider konnten mich nicht alle Episoden vollends überzeugen, weswegen ich den Film ein „gut für Zwischendurch“ mit starken drei Sternen gebe. Wer sich im Film Sommerloch unterhalten möchte, der kann sich im Kino getrost den Film aussuchen und anschauen, vorausgesetzt, man hat Bezug zur Bullyparade, den Bullyfilmen oder den Originalfilmen.


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Trailer

Zur Geschichte

Info: Mögliche Spoiler zu den Episoden bzw zur Handlung können in der nachfolgenden Beschreibung nicht ausgeschlossen werden.

Der Film wird aus mehreren Episoden zusammengesetzt: „Zurück in die Zone“, „Winnetou in Love“, „Lutz of Wall Street“, „Planet der Frauen“ und „Wechseljahre einer Kaiserin“. Angefangen wird mit „Zurück in die Zone“ (angelehnt an Marty McFly und Doc Brown aus „Zurück in die Zukunft“). In der Episode reisen zwei ehemalige Ossis ins Jahr 1989 zurück, als die Mauer „fiel“. Diese Storyline ist nahezu die einzige, die sich versteckt durch den Film zieht. Denn im Teil „Planet der Frauen“ reisen die drei Commander Captain Kork, Spucki und Schrotti auf der U.S.S. Hasselhoff, die, anders als die Surprise, aussieht wie eine Rettungsboje. Zwischendurch tauchen immer mal wieder „Die Kastagnetten“ auf, drei Typen, die sich gegenseitig die Sätze beenden.

In „Winnetou in Love“ geht es um die Charaktere, die man aus Bullys erfolgreichem Film „Der Schuh des Manitu“ kennt. Gefühlt nimmt diese Episode auch den größten Teil des Films ein. „Wechseljahre einer Kaiserin“ handelt von Lissi und ihrem Gemahl Franz, die durch das Land reisen, auf der Suche nach einer neuen Immobilie. Dort erleben sie mit ihrem Kutscher eine sehr verrückte Nacht. Die Episode „Planet der Frauen“ könnte man quasi als Ursprung für „(T)Raumschiff Surprise“ sehen. Aus den straighten Commandern wird auf dem Planet der Frauen so viel Östrogen um die Ohren geblasen, dass sie ihre Männlichkeit verlieren. Sie werden von den Frauen gebeten, sie vor den Clonekriegern zu beschützen.

Mein Endfazit

Als ich vor Monaten den Trailer zu diesem Film gesehen habe, wusste ich noch nicht, dass ich den Film wirklich schauen würde. Jetzt, wenige Stunden nach dem ich ihn geschaut habe, bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, wie ich fand. Nach „Der Schuh des Manitus“ und „(T)Raumschiff Surprise“ waren die Filme von Bully nicht mehr ganz so erfolgreich. Jetzt wurde irgendwie alles, was seine Anfänge in der „Bullyparade“ im Free-TV fand, zusammen in einen Film gepackt.

Im Film tauchen, neben Michael „Bully“ Herbig, Christian Tramitz und „Allrounder“ Rick Kavanian, auch alte Bekannte auf u.a. Elyas M’Barek, Sky Du Mont, Lena Gercke und Lena Meyer-Landrut. Besonders gut fand ich, dass keine alten Witze aus den bereits veröffentlichten Filmen breit getreten wurden. Es kamen einige neue, aktuelle Sachen hinzu (Spacebook, Fish’n’Fun, Clonekrieger). Weniger witzig fand ich den Teil „Lutz of Wall Street“, da ich es dem Original Film nicht zuordnen konnte und dadurch die versteckten Witze nicht verstanden habe.

Das Highlight für mich ist das Ende, wenn es um den „Planet der Frauen“ geht, und man endlich erfährt, wie die Commander der (T)Raumschiff Surprise so tuntig wurden. Übertrumpft wird die Episode nur noch von dem Bloopers (Versprecher), die fast witziger sind, als der gesamte Film zuvor. Letztlich bereue ich nicht, dass ich den Film geschaut habe, denn ich musste an einigen Stellen schmunzeln und fühlte mich von Anfang bis Ende unterhalten. Die anderen Kinobesucher waren teilweise so hart am lachen, dass man automatisch mitlachen musste. Wer in dem Sommerloch gerne einen unterhaltsamen Film mit leichter Kost schauen möchte, dem ist der Film zu empfehlen. Er ist gut für zwischendurch, zum lachen und abschalten und bekommt daher starke drei Sterne.

Filmdaten

Filmtitel: Bullyparade: Der Film
Schauspieler (Auswahl): Michael Herbig, Rick Kavanian, Christian Tramitz, Sky Du Mont
Länge: 100 min
FSK: 6
Genre: Komödie
Erscheinungsdatum: 17.08.2017
Regisseur: Michael Herbig
Drehbuch: Michael Herbig, Rick Kavanian, Christian Tramitz, Alfons Biedermann
Musik: Ralf Wengenmayr