Heute startet der ESC 2018 in Lissabon mit dem ersten Halbfinale. Leider kann ich ihn nicht live mitverfolgen, da ich im Training sein werde, dennoch sind einige meiner Favoriten für den Titel im Finale heute schon dabei. Im Halbfinale müssen die Länder, die nicht zu den Big 5 (Spanien, Italien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) sowie dem letzten Gewinner (Portugal) zählen, sich den Zuschauern stellen. Jedes Halbfinale bietet 10 Plätze für das große Finale. Wen ich im Finale und damit auch Anwärter für den ESC Titel 2018 sehe, verrate ich euch heute.

Platz 10

Den Anfang meiner Top 10 für den ESC 2018 macht Irland. Sie halten den Rekord in den meisten Siegen. Wenn man jedoch an die letzten Beiträge zurückdenkt, fällt einem nur Jedward ein. Der diesjährige Beitrag wird vermutlich auch nicht sonderlich weit kommen, dennoch hoffe ich, dass er es ins Finale schafft. Das Video ist so wunderschön insziniert und auch der Song ist toll. Ja, es ist ein ruhiger Song, aber er berührt mich. Das macht doch gute Songs aus, oder nicht? Diese Stimme darf man nicht vergessen … krass.

Ryan O’Shaughnessy mit „Together“ für Irland 2018

Platz 9

Ich habe keine Ahnung, warum ich diesen Song in die Top 10 gepackt habe. Wirklich nicht. Aber augenscheinlich hat er was. Für Dänemark kommen die Seemänner und erinnern mehr an Island. Was meint ihr?

Rasmussen mit „Higher Ground“ für Dänemark 2018

Platz 8

Ruhige Rockballaden? Ja, das kann der ESC neben vieler Popmusik auch bieten. Der nächste Beitrag kommt aus Rumänien und ist etwas traurig, melancholisch. Ich finde die Ruhe in dem Video zu Beginn sehr beruhigend und auf der anderen Seite diese Stimme grandios. Bei diesem Song kann man sich fallen lassen. Der Song geht nicht einmal drei Minuten und hat mich beim ersten Mal zu Tränen gerührt. Auch dieser Beitrag gefällt mir unglaublich gut und ist damit in meiner Top 10 gelandet.

The Humans mit „Goodbye“ für Rumänien 2018

Platz 7

Als nächstes kommt der Beitrag aus Albanien, der mal nicht auf Englisch gesungen wird. Der Song gefiel mir bereits in den ersten Vorstellungen auf der ESC Youtube-Seite, als es noch kein Musikvideo dafür gab. Ich habe keine Ahnung, wovon der junge Mann singt, aber seine Stimme ist faszinierend. Aber schaut selbst.

Eugent Bushpepa mit „Mall“ für Albanien 2018

Platz 6

Manchmal fragt man sich, was gute Songs ausmachen. Die Stimme, die Persönlichkeit, der Text oder doch die Musik? Noch bevor das Video und der Song als solches direkt loslegen, hat mich der Beitrag aus Mazedonien gefesselt. Auch die etwas andere arrangierte Musik, ist zu dem ganzen Einheitsbrei echt schön. Einzig, dass im Refrain die Stimme bei der Studioversion etwas ungeht, stört. Ansonsten gefällt mir der Song gut und ich rechne mit einem Einzug ins Finale.

Eye Cue mit „Lost and Found“ für Mazedonien 2018

Platz 5

Kleine Frau aber oho. Malta, eine Insel zwischen Sizilien und Nordafrika, ist vor allem für das Malteser Kreuz bekannt. Doch in diesem Jahr treten sie mit einer beeindruckenden jungen Frau an. Das Video ist zu Beginn leicht verstörend, aber hat man die erste Minute geschafft, fesselt einen der Song. Vielleicht gefällt mir der Song auch so gut, weil die Sängerin im Video aussieht wie einer meiner Lieblingscharakter in „The 100“. Aber der Song hat was und auch der Text überzeugt mich tatsächlich. Und immerhin handelt es sich um einen Musikcontest. Der Song ist modern arrangiert und blieb mir oft genug im Ohr, um ihn jetzt auch auf meinen 5. Platz zu setzen.

Christabelle mit „Taboo“ für Malta 2018

Platz 4

Auf dem vielleicht „undankbaren“ vierten Platz landet für mich, trotz Brexit Skandale der Britische Beitrag. Weniger wegen der Studioversion, mehr wegen der Live-Version. Lasst euch nicht davon irritieren, dass der Song ruhig beginnt, denn er endet mit, achtung Wortspiel, mit einem Sturm. Ich liebe den Text des Songs. Er berührt mich jedes Mal wieder. Ich befürchte, dass der Song nicht gut abschneiden wird, aber in meinem Herzen ist er in den Top 5. Und SuRie ist so sympathisch auf der Bühne. Aber schaut selbst und lasst den Song auf euch wirken. Nachtrag: streng genommen, hätte ich diesen Beitrag nicht nennen dürfen, weil das UK eh im Finale ist, da es zu den Big5 gehört.

SuRie mit „Storm“ für Großbritannien 2018

Platz 3

Australien und Eurovision Songcontest? Seit 2014 ist das möglich. Damals zum Jubiläum trat Jessica Mauboy auf und faszinierte mit ihrem Song „Sea of flags“ (auf Youtube anschauen) nicht nur mein Herz. Ende letzten Jahres gab Australien mittels witzigem Spots bekannt, dass Jessica 2018 für Australien antreten würde. Australien war in den vergangenen beiden Jahren, also seit sie offiziell mitmachen dürfen, immer vorn mit dabei. Auch in diesem Jahr rechne ich fest mit Australien unter den Top 10, wenn nicht sogar Top 5.

Jessica Mauboy mit „We got love“ für Australien 2018

Platz 2

Auf dem zweiten Platz war lange Zeit der Beitrag aus Polen, ehe ich den ersten Platz das erste Mal sah. Er hatte was modernes, erfrischendes und bereitete mich bereits auf den Frühling vor. Das Video wurde Anfang März hochgeladen und eroberte direkt mein Herz. Vielleicht kein Gewinnersong, aber dennoch wirklich tolle Musik, die den Nerv der Zeit und vor allem der Jugend trifft. Viel bleibt mir nicht zu sagen, außer, dass es mich irgendwie wundert, dass Lukas Meijer eine Gitarre um den Hals trägt, die er fast nie spielt. Aber Gromee am Mischpult lebt seine Musik und das finde ich einfach grandios.

Gromee feat. Lukas Meijer mit „Light me up“ für Polen 2018

Platz 1

Die meisten in meinem Freundeskreis kennen meinen Favoriten bereits. Es ist kein Geheimnis, wem ich dieses Jahr besonders die Daumen drücke: Israel. Ja, politisch oft ein schwieriges Thema, aber beim ESC soll schließlich die Musik im Vordergrund stehen. Es war mein Geburtstag, als der ESC Youtube Kanal weitere Teilnehmer hochgeladen hat. In der automatischen Playlist wurde ich plötzlich mit einem „rrrri – ouch – hey!“ überrascht. Mein erster Gedanke war nur: WTF?! Schnell musste ich dieses Lied, während ich das Video schaute, an Freunde weiterleiten. Zunächst dachte ich nämlich, wir hätten den Top Titel der dümmsten/peinlichsten Beiträge gefunden. Doch dann kam die Lyrics und die Melodie und diese unglaublich, charmante Sängerin. Noch während Freunde ebenfalls ein WTF antworteten, schaute ich das Video zum 10. Mal an. Es ließ mich nicht los. Damals waren es ca. 12 Aufrufe. Heute, am Tag des Semifinals und damit knapp zwei Monate später hat das Video über 19 Mio Aufrufe. Das sollte doch ein klares Indiz für den Favoritentitel sein. Obwohl ich heute bereits Gerüchte für Zypern als neuen Favoriten gehört habe. Der Song von Netta ist kurz gefasst: Originell. Du hast diese junge Frau, die an ihrem Mischpult steht und den Song mit seinen Loops zusammenbastelt. Mein Herz hatte sie spätestens, als ich ihren Auftritt beim israelischen Vorentscheid sah (auf Youtube ansehen).

Netta mit „Toy“ für Israel 2018