Heute möchte ich euch 5 Gründe nennen, warum man Instagram als Buchblogger nutzen sollte und warum es das beste Social Network für die Buchblogger ist. Als ich im Juli 2012 mit dem Buchbloggen angefangen habe, hätte ich nicht geahnt, wie sehr sich in den kommenden fünf Jahren die Szene ändern würde. Früher trafen wir uns alle in Facebook-Gruppen, die heute als eine einzige Link-Sammlung fungieren.

Seitdem die den Algorithmus aber so verschlechtert haben, sind immer mehr Buchblogger auf Instagram anzutreffen. Und das wurde auch Zeit! Mein erstes Instagram Foto habe ich am 16. September 2012 hochgeladen und habe seitdem auch hier eine starke Tendenz mitbekommen. Früher nannte man uns noch „das Twitter für Analphabeten“, doch Instagram hat die größten Influenzer der Welt erst hervorgebracht.

1. Die Community

Nichts ist wichtiger, als die Community. Bei Youtube sind es klar die Zuschauer. Bei Instagram die Follower. Auch wenn es ein paar schwarze Schafe gibt, sind die meisten in der Szene treue Gefährten. Allein unter den Hashtags #Buchblog oder #Buchblogger finden sich aktuell zusammen knapp 150.000 Beiträge. Tendenz steigend. Die Instagram-User tauschen sich aus und finden neue Blogger aus ihrer Szene. Aber auch Nicht-Blogger können einsteigen und finden so vielleicht den ein oder anderen „Influenzer“, der ein Buch vorstellt, welches derjenige vielleicht nie auf dem Schirm gehabt hätte.

Einer der wichtigsten Gründe, warum man Social Networks nutzt, ist der Austausch mit anderen. Vor allem in der Buchblogger-Szene ist es ein wichtiges Medium. Welche Neuerscheinungen wird es geben, welches Buch wird gerade gehypt, wie fanden andere das Buch, welches ich selbst gerade gelesen habe. Instagram bietet über verschiedene Features die Möglichkeit, einen unglaublich großen Austausch stattfinden zu lassen.

2. Reichweite

Instagram kann, anders als Facebook, sehr schnell die Reichweite des eigenen Profils steigern. Vergibt man die richtigen Hashtags, finden andere Nutzer deine Fotos. Sind die Fotos ansprechend, werden sie gelikt und idealerweise wird ein Abo da gelassen. Aber auch man selbst findet jeden Tag wieder neue Accounts. Vorschläge, die Instagram einen unterbreiten, steigern erneut die Reichweite. Ist man einmal im wohlwollenden Algorithmus von Instagram, steigert sich die Reichweite rasant.

Der Vorteil: Mehr Leute interessieren sich für dich, deine Lesegewohnheiten, deine Buch-Meinungen und deinen Blog. Das ist auch der Grund, warum ich meine Facebook-Seite gelöscht habe. Die Reichweite ist brutal eingebrochen, wohingegen auf Twitter und Instagram viel mehr Resonanz kommt, weil die Beiträge nicht versteckt werden. Zumindest nicht so, wie bei Facebook.

3. Hashtags

Seit es die Möglichkeit gibt, bestimmten Hashtags zu folgen (sodass sie auch im Feed erscheinen), suchte ich Instagram noch vielmehr als vorher. Ich hab so allein im letzten Monat locker 50 neue Accounts gefunden, deren Profile und Meinungen mich einfach angesprochen haben. Aber auch der Austausch mit anderen ist so viel einfacher möglich geworden.

Beispielsweise habe ich kürzlich „Mädchen versenken“ gelesen und auf Instagram Leute gesucht, die es auch gelesen haben. So konnte ich mich mit diesen Leuten in den Kommentaren austauschen. Das ist eine tolle Neuerung, die ich aus mega wichtig empfinde. Ich spreche explizit vom Folgen bestimmter Hashtags, denn Hashtags selbst, kann Instagram bereits von Beginn an.

Hashtags, die Twitter erstmals richtig in den Umlauf brachte, sind heute nicht mehr weg zu denken. Sie verbinden Interessen, Communities und bilden ihr eigenes Kosmos innerhalb des Social Networks. Es ist immer wieder spannend auf diese Art und Weise neue Trends mitzubekommen.

4. Fotos

Ja, in Zeiten der DSGVO und diverser „du musst deinen Beitrag als Werbung markieren“ Panikmachen, sind Fotos ein wichtiges Thema. Abgesehen von den eben genannten Gründen, sind Fotos nämlich ein visueller Reiz, der sofort Früchte trägt. Die Instagram Seite eines bekannten Verlags mit drei Buchstaben, kennt die Trends der Bookstagrammer und passt so seine Beiträge an. Das trägt ungeheuer viele Früchte. Selbst ich, die kaum eines der Bücher aus diesem Verlag liest, habe mich oft genug dabei erwischt, wie ich bestimmte Bücher doch noch einmal angeschaut habe. Wer weiß, vielleicht sind sie ja doch was für mich?

Ihr seht, Fotos sind ein visueller Reiz, der allein bei Buchliebhabern sehr viel auslösen kann. Dabei ist aber auch wichtig, dass ihr nicht auf jeden Trend aufspringt, sondern euren eigenen Stil findet, der zum Trend oder zur Community passt. Ein zu perfektes Foto nimmt dir die Glaubwürdigkeit, genau wie zu belanglose Fotos oder Fotos schlechter Qualität schnell zum Deabonnieren führen.

Bücher leben von ihrer Gestaltung, ihren Covern und den Wörtern darin. Die Geschichten werden aber nur dann gelesen, wenn der visuelle Reiz ausreicht. In der Buchhandlung schaut man sich Bücher schließlich auch vorher an. Instagram macht dabei nichts anderes. Ich schaue mir bei anderen das Buch an und überlege mir, ob ich es wirklich kaufen möchte oder nicht.

5. Stories

Ich hätte nicht gedachte, dass ich das mal sage, aber die Stories bei Instagram waren eine gute Neuerung. Anfangs fand ich es noch sehr schrecklich. Spätestens auf der Frankfurter Buchmesse im letzten Jahr, habe ich es für mich entdeckt. Bricht die Reichweite der normalen Beiträge mal ein, erreicht man immer noch die Abonnenten über die Stories. Nicht selten poste ich einen normalen Beitrag auch gern mal in der Story.

Was aber auch gut ist, dass man seinen Followern in den Stories Einblicke in das eigene Leben gewähren kann, ohne darauf achten zu müssen, ob das Foto jetzt perfekt ausgeleuchtet ist, oder nicht. So bindet man seine Nutzer auf emotionaler Ebene.

Früher habe ich Booktuber geschaut, wenn sie ihre Bücher ausgepackt haben. Meistens waren mir die Videos dazu aber viel zu lang. Die Insta-Stories dauern nur wenige Sekunden, weswegen man selbst gezwungen ist, entweder kurz und bündig zu reden, oder 9459347735608368 Stories zu machen.

Hier finde ich auch toll, dass Instagram die Funktionalitäten immer weiter ausbaut. Ich nutze sehr gerne Umfragen, wenn ich mich mal wieder zwischen zwei Büchern entscheiden muss. Wenn dann einfach „Fremde“ für mich entscheiden, erweckt das irgendwie etwas Spannung. Und so etwas, wird man selten woanders finden. Ich freue mich selbst auch immer, wenn ich für andere bestimmen kann, was sie lesen sollen. Oder, wenn jemand fragt, ob man dies oder jenes schon gelesen hat.

Stories erreichen sogar mehr Follower, als deine eigenen Beiträge.

Fazit

Sicherlich gibt es noch diverse andere Gründe, warum Instagram perfekt für Buchblogger ist, aber im Grunde vereinen sie alle das Gleiche: den Austausch mit anderen. Nur eben in einem höherem Ausmaß, als auf Facebook (Instagram gehört zwar Facebook, aber das ist eine andere Geschichte). Ich mag „Bookstagram“ und freue mich immer wieder, wenn ich so neue Bücher oder Gleichgesinnte finde. Früher gab es Foren, später mal Facebook-Gruppen, heute Instagram.

Nutzt ihr Instagram? Schreibt mir eure Profile gern in die Kommentare und ich statte euch mal einen Besuch ab 😏 Was mögt ihr an Instagram am meisten oder gar nicht?