Buchkritik

16Okt

Maggie Stiefvater: „Rot wie das Meer“

Eine veträumte und doch aufwühlend emotionale Geschichte, die mit jeder Seite mehr Bindung aufbaut, um dann am Ende eine grandios gestrickte "Bombe" hochgehen zu lassen. Und doch ist man am Ende zu Tränen gerührt. Eine Geschichte über legendäre Wasserpferde und zwei Protagonisten die auf unterschiedliche Weise die Liebe zu Pferden teilen und damit eine ganz besondere Verbindung zueinander finden werden. Rot wie das Meer ist absolut packend und verschlinkt einem im wilden Ozean der Geschichte rundum die Wasserpferde.
05Sep

Lois Duncan: „Schweig um dein Leben“

Dieser Jugendthriller ist Atem raubend. Lois Duncan hat einen grandiosen Krimi geschrieben, bei dem einen buchstäblich Angst und Bange wird. Spannung geladen und für jede Menge Überraschungen gut. Von dem können sich manche Erwachsenen-Krimi noch 3-4 Scheiben abschneiden. Perfekt. Absoluter Lesegenuss und Adrenalin-Kick.
02Sep

J.K. Rowling: „Ein plötzlicher Todesfall“

Britischer Sarkasmus, gepaart mit einer Story, die vor allem für viel Interpretationsansätze sorgt. Zwar keine "Knall-Peng-Geschichte" á la "Harry Potter", aber eine Story, die zeigt, dass jeder ein Geheimnis hat. Und jedes dreckige Geheimnis und jede verleumndische Heuchelei aufgedeckt wird. Man sollte die wahren Probleme in der Welt nicht vergessen und nicht die Augen verschließen, nur weil der Stolz keinen Dreck auf der weißen Weste will. Dieser Roman schockiert und verurteilt zugleich. Anders, als man erwartet. Tragisch, ehrlich und real, wie das wahre Leben. Genial.
02Aug

Jay Asher, Carolyn Mackler: „Wir beide, irgendwann“

Eine nostalgisch anhauchende Geschichte über zwei junge Erwachsenen im Jahre 1996, die plötzlich Verbindung auf Facebook und ihr Leben in der Zukunft haben. Wer die 90er selbst miterlebt hat, versteht die Geschichte anders, besser und schöner. Sie beschreibt genau das, was jede stereotypische Teenie-Geschichte (z. B. Kinofilme) in den 90er ausgemacht hat. Mit einem zuerwartenden Ende, dass dennoch eine süße und kreative Geschichte drum rum schmückt. Tolle Geschichte, vor allem für Leser, die gerne in der Vergangenheit hängen und in Erinnerung schwelgen: Vergesst die Zukunft nicht!
05Jun

Deborah Ellis: „Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken“

Ein interessanter Jugendthriller, mit einer sehr wichtigen Botschaft. Während des Lesens lernt man sogar einiges über sich selbst und man muss feststellen, was sogar in einem selbst schlummert. Die Geschichte hat nicht besonders viele Gruselstellen, ist allerdings ein Thriller auf eine andere Art und Weise. Man lässt sich in den Bann ziehen und auf falsche Fährten locken … Gut für ein etwas anderes "Zwischendurch".
27Mai

Odette Beane: „A Once Upon A Time Tale: Reawakened“

Wer die Serie liebt, wird auch das Buch mögen - denkt man. Leider wurde so stark gekürzt, dass man kaum Sachen es dem "Fairy Tale Land" mitbekommt und auch die anderen Charaktere gehen gefühlsmäßig komplett unter. Selbst dafür, dass es angeblich aus der Sicht von Emma und Mary Margarete/Snow White sein soll, ist es 85% -90% aus Emmas Sicht. Für Fans ein Nice-To-Have, aber kein Must-Read. Für Leser, die die Serie nicht kennen, wird es ziemlich schwierig sein, die Magie der Serie und Geschichte zu verstehen. Schade, man hätte mehr rausholen können.
16Mai

Oliver Uschmann, Sylvia Witt: „LOG OUT!“

Eine Geschichte über das Überleben in der Welt voller Medien, ohne Medien. Nur mit Laptop, Handy und Kamera ausgestattet auf der Suche nach sich selbst. Eine interessante Geschichte, der es leider etwas an Spannung fehlte, obwohl die Handlung ansich nicht mal übel war. Man hätte mehr herausholen können. Super für Zwischendurch.
Titelbild und Buchcover von "Beim Leben meiner Schwester"
21Apr

Jodi Picoult: „Beim Leben meiner Schwester“

Ergreifende Geschichte mit einem Konflikt im Zentrum: Was ist das beste für mich und welche Auswirkungen hat das auf meine Familie; meine Schwester. Ein krasser Roman über ein Kind, dass seit der Geburt für die krebskranke Schwester spendet und mit 13 gerichtlich dagegen angehen will. Aufwühlend bis zur letzte Seite. Must Read!
Christina-Meldrum-Bittere-Wunder
03Apr

Christina Meldrum: „Bittere Wunder“

Eine wirklich herausragend und komplexe Geschichte, die vermutlich nicht für Jedermann geeignet ist. Doch, wenn das Buch einen fesselt, dann lässt es einen nicht mehr los. Theologie, Mythologie, Botanik und die Mischung allem in einer autarken Welt, aus der man am Ende herauskommt und nicht mehr weiß: Was in dieser Welt ist wirklich real oder nicht? Ein wirklich sehr, sehr gelungenes Debüt. Die Autorin weiß es zu nutzen, einen auf bestimmte Fährten zu locken, um am Ende in Zweifeln zu verharren. Absolutes Must-read!