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5
On 22. Juli 2018
Last modified:29. Juli 2018

Summary:

Anders als der erste Teil von 2008, der voller Lebenslust und Fröhlichkeit ist, konfrontiert uns "Mamma Mia – Here we go again" mir sehr viel Melancholie und Depression. Vor allem der erste Teil des Films ist sehr davon belastet, nicht zuletzt nach dem unerwarteten Einstieg in die Geschichte. Mit vielen Rückblenden lernt man Donna kennen und ihren Weg zu den drei Vätern von Sophie. Emotional fährt der Film mit dem Zuschauer Achterbahn. Man verliebt sich in die junge Donna, die gigantisch gut von Lily James porträtiert wird. Trotz einiger kleiner Unstimmigkeiten zum ersten Teil, die für mich nicht ins Gewicht fallen, ist dieser Film eine mehr als gelungene Fortsetzung. Mehr noch: ich wage mich zu behaupten, dass der Film besser als der erste Teil ist. Super Trouper fünf Sterne für "Mamma Mia – Here we go again". Taschentuch-Alert.

Anders als der erste Teil von 2008, der voller Lebenslust und Fröhlichkeit ist, konfrontiert uns „Mamma Mia – Here we go again“ mir sehr viel Melancholie und Depression. Vor allem der erste Teil des Films ist sehr davon belastet, nicht zuletzt nach dem unerwarteten Einstieg in die Geschichte. Mit vielen Rückblenden lernt man Donna kennen und ihren Weg zu den drei Vätern von Sophie. Emotional fährt der Film mit dem Zuschauer Achterbahn. Man verliebt sich in die junge Donna, die gigantisch gut von Lily James porträtiert wird. Trotz einiger kleiner Unstimmigkeiten zum ersten Teil, die für mich nicht ins Gewicht fallen, ist dieser Film eine mehr als gelungene Fortsetzung. Mehr noch: ich wage mich zu behaupten, dass der Film besser als der erste Teil ist. Super Trouper fünf Sterne für „Mamma Mia – Here we go again“. Taschentuch-Alert.


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Trailer: „Mamma Mia – Here we go again“

Spoiler Warnung, es handelt sich um eine Fortsetzung

Zur Geschichte von „Mamma Mia – Here we go again“

Es sind fünf Jahre vergangen und Sophie eröffnet das lange geplante Hotel ihrer Mutter. Alles steht für die Festlichkeiten bereit. Doch viele wichtige Menschen fehlen, u.a. Sophies Lebenspartner Sky. Genau wie im ersten Teil sitzt Sophie an einem Tisch und verschließt Briefe, u.a. an ihre Väter. Sie fragt sich, wie ihre Mutter das alles geschafft hat: Kind, Alleinerziehende, die Vision von dem Hotel. So beginnen die vielen Rückblenden auf die junge Donna und die Zeit, in der sie die drei Väter von Sophie kennen lernte.

Vielmehr möchte ich auch gar nicht schreiben, denn das würde zu vielen Spoilern führen, die eine Erwartung an den Film erwecken würden. Man sollte nicht zu viel von der Story wissen, um sich wirklich überraschen lassen zu können.

 

Mein Fazit zu „Mamma Mia – Here we go again“

Ich musste weinen, sehr viel weinen. Nach dem Trailer und einer intensiven Einstimmung auf den zweiten Teil, traf mich in den ersten Spielminuten der Schock. Danach war meine Gefühlslage mittendrin in der melancholischen Depression. Anders als meine Freunde, die während des Films nicht einmal weinen mussten, konnte ich nicht mehr aufhören. Warum genau mich vor allem der Anfang so hart getroffen hat, kann ich nicht genau sagen. Für mich persönlich war es super, weil ich auf der richtigen emotionalen Ebene für den Film angekommen war.

Unstimmigkeiten zum ersten Teil

Kommen wir erstmal zu ein paar Unstimmigkeiten, die erwähnt werden sollten, bei meiner Bewertung von fünf Sternen aber nicht ins Gewicht fallen. Hier wäre zum einen der zeitliche Aspekt. Da Sophie zu Beginn des Films ein Smartphone in der Hand hält, kann man schwer davon ausgehen, dass wir in der heutigen Zeit spielen. Was zunächst ganz gut passen könnte, weil der zweite Teil schließlich 10 Jahre nach dem ersten Teil veröffentlicht wurde. Allerdings sollen laut Handlung gerade einmal fünf Jahre vergangen sein. Was zum nächsten Punkt führt. Denn laut der zeitlichen Rückblende, bekommt Donna ihre Tochter Ende der 70er, demnach war der erste Teil ungefähr zeitgleich mit dem Musical ca. 1999/2000 angesiedelt. Bei fünf Jahren, wären wir also eigentlich im Jahr 2005, und da gab es noch keine Smartphones oder Tablets.

Der nächste grobe Fehler ist die Reihenfolge der Väter. Laut ersten Teil trifft Donna zunächst auf Sam, dann auf Bill und zuletzt auf Harry. Im zweiten Teil ist es genau andersherum. Gut, ich habe da zunächst gar nicht drüber nachgedacht, da Donna im Film tatsächlich erst ins Tagebuch schreibt, nach dem sie Harry traf. Es könnte also sein, dass Donna erst zu dem Zeitpunkt angefangen hat ihre Erfahrungen aufzuschreiben. Sei es wie es ist, laut der „honey honey“ Szene aus Teil Eins wäre die Reihenfolge im zweiten Teil trotzdem falsch.

Der größte Fauxpas ist vermutlich das Aussehen der jungen Väter. Aus dem Headbanger Sam wurde … ein anderer Typ. Wie man es hätte anders lösen können? Nun, im ersten Teil sieht Donna in der Scheune die drei Männer. Hier hätte man diese Erinnerung einfach aufnehmen müssen und auf die neuen Jungs übertragen können. Aber hey, mir ist es beim Film nicht aufgefallen, diese Anmerkung kam von einer Freundin, die mich nach dem Film darauf hingewiesen hat.

Eine melancholische Grundstimmung von Beginn an

Okay, das war es soweit mit den Unstimmigkeiten. Wie erwähnt, fielen die mir gar nicht so wirklich auf. Vielmehr habe ich mich auf die junge Donna konzentriert. Dargestellt wurde diese von Lily James. Ganz ehrlich? Ich kann nach dem Film verstehen, warum die drei Väter auf Donna so abgefahren sind. Lily James hat die junge Donna so gut porträtiert, dass ich mich glatt selbst in sie verliebt habe. Jeder hätte sich in sie verliebt. Das war einfach ein unglaubliches Erlebnis. Da störte es fast schon, wenn die Rückblenden endeten und man wieder in der Gegenwart landete. Einen kleinen Vorgeschmack könnt ihr in diesem Clip erhaschen, der nicht sonderlich spoilert, da er zu Beginn des Films kommt: „When I kissed the teacher“ auf Youtube anschauen.

Die Songauswahl war gemäß der Stimmung im Film perfekt. Hier wurden die weniger bekannten Titel von Abba verwendet, die vor allem zur damaligen Zeit die Trennung der Mitglieder wider gespiegelt hat. Ich finde auch sehr gut, dass die beiden besten Freundinnen von Sophie keine Rolle mehr spielen, denn die waren im ersten Teil schon mehr Lückenfüller, um zu bestimmten Szenen zu passen. Sie wurden tatsächlich am allerwenigsten vermisst.

Ein versöhnliches Ende

Eine krasse Wendung, vor allem emotional, erfährt der Film, als der Part mit „Dancing Queen“ kam. Im Kino sprangen einige auf und fast alle sangen lauthals mit (nur ich nicht, weil ich immer noch am weinen war). Das war sehr erfrischend, ehe es gegen Ende mit „My love, my life“ wieder sehr, sehr, SEHR traurig wurde. Taschentuch-Alert! Wie auch im ersten Teil, gab es am Ende eine Performance mit allen Darstellern. Das war einfach wunderbar. Zu sehen, wie Meryl Streep (die alte Donna) und Lily James (die junge Donna) zusammen performt haben. Es war wirklich goldig gemacht und konnte den Kinobesucher am Ende wieder mit einer glücklichen Stimmung nach Hause gehen lassen.

Besonders schön fand ich auch die ganzen Easter Eggs im zweiten Teil. Da gab es einige Szenen, zum Beispiel mit Donna und der Ziege, die mich an den ersten Teil erinnerten. Oder bei „Dancing Queen“, als die Frau mit dem Holz wieder aufgetaucht ist. Ein kleines Abba Easter Egg findet sich in zwei Szenen wieder. Zu Beginn, als gezeigt wird, wie Donna den Abschluss macht, sieht man die drei Professoren auf den Stühlen. Der rechte von ihnen ist Björn Ulvaeus, der die Abba Songs geschrieben hat. Später, im Restaurant in Paris, trifft man auch auf Benny Andersson, der die Songs komponiert hat, am Klavier.

Natürlich gab es auch die Story-Easter-Eggs, zum Beispiel die Aussehen der Dynamos (Tanya und Rosie), die schon damals so aussahen wie heute und ihre seltsamen Eigenheiten hatten. Oder die berühmte Latzhose von Donna. Das hat mir wirklich gut gefallen und hat mich immer wieder aus diese traurigen Stimmung rausgeholt.

Empfehlung für „Mamma Mia – Here we go again“?

Ganz klar: Ja. Noch während der Film lief, dachte ich daran, ihn sofort vorzubestellen. Ich wollte ihn noch einmal schauen, was nicht zuletzt daran lag, dass ich mich während des Films in die junge Donna, dargestellt von Lily James, verliebt habe. Es ist magisch, wie Lily James die junge Donna einfach perfekt porträtiert hat. Das macht die wohl größte Magie des zweiten Teils aus.

Jedoch sollte ich erwähnen, dass man sicherlich nicht zu viel Heiterkeit wie im ersten Teil erwarten sollte, denn die Story, vor allem jene aus der Gegenwart, lässt zu Beginn nicht sehr viel Freude zu.

Bewertungsskala

 

Filmdaten

Titel: Mamma Mia! Here We Go Again
Originaltitel/Alternativ-Titel: Mamma Mia! Here We Go Again / Mamma Mia 2
Schauspieler (Auswahl): Lily James, Amanda Seyfried, Meryl Streep, Cher, Pierce Brosnan
Teil: 2
Länge: 114 min
FSK: 0
Genre: Musikfilm, Komödie
Erscheinungsdatum: 19.07.2018
Regie: Ol Parker